Mostar ist der Tourismusmagnet in Bosnien schlechthin. Gleichzeitig steht die Hauptstadt der Herzegovina wie kaum eine andere Stadt des Landes für das Scheitern der Friedensordnung von Dayton. Eine Reportage von Max Bitter.
Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg tun sich viele Kroaten schwer, den Völkermord an Serben, Juden und Roma durch die Ustaša zu akzeptieren. Nationalisten leugnen den Genozid offen. In einem Ausmaß, das für deutsche oder österreichische Verhältnisse unvorstellbar wäre. Ein drastisches Beispiel dieser Genozid-Leugnung hat Balkan Stories via e-mail erreicht.
Sie sind nicht wegzudenken aus dieser Stadt und die Stadt nicht aus ihnen. Auch wenn sie heute nur mehr 700 sind. Reportage über die jüdische Gemeinde von Sarajevo, die zwei grausame Kriege überlebt hat und im Frieden von Dayton um ihre Existenz ringt.
Balkan Stories ist berühmt. Ein bisschen. Fast. Die Duden-Affäre um die Definition des Begriffs Ustaša und das Interview mit dem serbischstämmigen deutschen Historiker Dario Vidojković haben in drei Ländern ein kleines Medienecho ausgelöst.
Die Duden-Affäre um den Begriff Ustaša, an deren Aufarbeitung Balkan Stories maßgeblich beteiligt war, ist auch zum Thema einer Glosse geworden, die ich für die taz geschrieben habe.
Der Duden hat seine umstrittene, revisionistische, Definition der kroatischen Ustaša in seinem Online-Wörterbuch nach einem Bericht auf Balkan Stories korrigiert. Das ist auch ein Verdienst vieler Menschen, die aufgrund des Berichts und einer Online-Petition den Verlag auf die falsche Definition aufmerksam gemacht haben. Einer, dessen Wort besonders viel Gewicht gehaben haben dürfte, ist der serbischstämmige deutsche Zeithistoriker Dario Vidojković.
Dem Duden steht ein größerer Eklat ins Haus. In seiner Online-Ausgabe verharmlost er die Ustaša zur Widerstandsbewegung. Ex-Jugoslawen aller Ethnien gehen auf die Barrikaden.
Der Wieser-Verlag hat mit Filip Davids Roman „Das Haus des Erinnerns und des Vergessens“ ein in mehrfacher Hinsicht beachtenswertes Werk herausgebracht. Es behandelt ein dunkles Kapitel serbischer Geschichte und das Leiden der Opfer.
Zlatko Hasanbegović, Croatian Minister of Culture, seems to be made of teflon. More than a week after being exposed as a neofascist he is still in power. There are no indications he intends to resign anytime soon. Prime Minister Tihomir Orešković has shown no inclination to dismiss his most controversial cabinet member.
The scandal around openly fascist statements made by Croatian Minister of Culture Zlatko Hasanbegović sheds new light on Croatian society’s struggle to deal with the country’s past and the genocide committed against Serbs, Jews and Gypsies by its fascist regime in World War Two. Many still rever the Ustaše and have no problem showing it.
It’s International Human Rights Day. A day not only to celebrate one of the most important documents of humanity. It’s also a day to remind us what we all can do to protect each other’s human rights and to remember those that have done so even when risking their lives.
This photograph is perhaps one of the most iconic images documenting resistance against the Holocaust.