Sofija macht die Regeln.

Seit zwei Jahren veröffentlicht Sofija Živković mit ihrem Verlag No Rules Publishing in Serbien und für ganz Ex-Jugoslawien vor allem neue und bislang unbekannte Literatur. Auf Buchmessen hat sie mit ihrem sich noch entwickelnden Programm Aufmerksamkeit erregt. Ein Portrait einer Verlegerin.

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Zwei Handstriche gegen falsche Helden

In Novi Sad hat ein Unbekannter aus Ratko Mladić Sraćko Mladić gemacht, Scheiß-Mladić. Was die Anhänger des Völkermörders zu der Verbesserung sagen, war bislang nicht zu eruieren. Dokumentiert hat die Intervention das antifaschistische Vojdoviner Portal Autonomija.

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Die Gefahr des selbsterfüllenden Klischees

Am Balkan muss Blut fließen. Alle 40 Jahre gibt es einen Krieg, um die offenen Fragen des jüngsten Krieges zu klären. Das ist ein erschreckend gängiges Klischee im ehemaligen Jugoslawien. Man bekommt es auch von gebildeten Menschen zu hören. Das ist gefährlich.

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Beograd, Džordža Vašingtona, June 2022

Serbia’s already radicalized far right seems to be spinning out of control. Graffitis featuring pictures or the name of Ratko Mladić are being sprayed on walls on an unprecedented scale. Most people seem to shrug off this open reverence for the butcher of Srebrenica.

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Der Sohn des Propheten

Es gilt als neues Pflichtbuch für alle YU-Rock-Fans und Interessierte zeitgenössischer Musikkultur im ehemaligen Jugoslawien: Blagoja Borislav Pešićs Fotoband Long Play. Noch nie hat ein Buch die Künstlerinnen und Künstler so umfangreich dargestellt. Am Donnerstag wurde das Werk in Wien vorgestellt.

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Kosovo: Serbische Nationalisten fühlen sich verraten

Serbische Nationalisten fühlen sich von ihrem großen Vorbild Vladimir Putin verraten. Dieser habe den Kosovo am Dienstag de facto als unabhängigen Staat anerkannt, schäumen die regimetreuen Boulevardmedien. Die Realität ist etwas komplizierter. So oder so: Der innserbischen Spannungen wegen des Ukraine-Kriegs steigen.

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An sich selbst gescheitert

In Serbien und Ungarn bleiben die autoritären Regime an der Macht. Der Opposition ist es in beiden Ländern nicht gelungen, die Machthaber bei den Wahlen am Sonntag zu entthronen. Das lag auch an Fehlern der Oppositionsparteien. Ein Kommentar.

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Das Rätsel um eine Raubkopie

In Serbien versucht sich die ehemalige Konservative Partei als Raubkopie der deutschen Grünen. Andere grünnahe Parteien wie Ne Davimo Beograd sehen sie als Fünfte Kolonne des Regimes von Präsident Aleksandar Vučić. Das Büro der deutschen grünen Heinrich Böll-Stiftung in Beograd distanziert sich von der neuen Partei. Die deutschen Grünen reagieren behäbig.

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Die Schande vom Kalemegdan

Serbische Nationalisten haben Montagfrüh das Grabmal der Volkshelden am Kalemegdan in Beograd geschändet. Mit ihren Schmierereien feiern sie Völkermörder Ratko Mladić. Das Datum der Schmieraktion ist kein Zufall: Der 29. November ist Dan Republike, der Tag der Republik.

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