Bleiburger Gedanken
Was man aus der Massenveranstaltung kroatischer Neofaschisten und Nationalisten in Bleiburg lernen kann. Und was sonst dazu gesagt werden muss. „Bleiburger Gedanken“ weiterlesen
Was man aus der Massenveranstaltung kroatischer Neofaschisten und Nationalisten in Bleiburg lernen kann. Und was sonst dazu gesagt werden muss. „Bleiburger Gedanken“ weiterlesen
Die Gedenkmesse für die 1945 ermordeten Ustaša in Bleiburg ist auch dieses Jahr zu einem Auftrieb für kroatische Nationalisten und Neofaschisten geraten. Unter tatkräftiger Mithilfe der katholischen Kirche. Erstmals formierte sich diesmal Protest. Mit der Hoffnung, dass die Faschistenverehrung in Bleiburg bald der Vergangenheit angehört.
„Die Klagemauer der Kroaten“ weiterlesen
In Bleiburg in Kärnten haben die diözese Klagenfurt und etwa 10.000 kroatische Nationalisten eine Gedenkmesse für die 1945 ermordeten Ustaša gefeiert. Auch wenn sich die Teilnehmer zurückgehalten haben, waren auch diesmal wieder zahlreiche faschistische Abzeichen und Fahnen zu sehen. Mindestens sieben Menschen sind angezeigt worden.
Sie stehen praktisch nebeneinander. Die orthodoxe Christ-Erlöser-Kathedrale und die Ferhadija-Moschee in Banja Luka. Beide sind Symbole, wie religiös aufgeladener Nationalismus zu Hass und Völkermord führt. Und wie lange Versöhnung dauert.
Das hat ein mutmaßlich jugendlicher Nationalist ins Stiegenhaus im Eingang meines Wohnhauses gekritzelt. Wohlgemerkt, ich lebe in Wien. Man kann mir beim besten Willen keine antiserbischen Ressentiments vorwerfen. Aber: Das brauch ich wirklich nicht.
Christoph Schönborn, Kardinal von Wien, hat heute in Sarajevo bei einer Sitzung der Bischofskonferenz das Kreuz wörtlich als Friedenszeichen bezeichnet. Angesichts der religiös-nationalistischen Spannungen im Land fragt sich vermutlich nicht nur dieser Autor, ob der Herr Kardinal bei Trost ist.
Der Gemeinderat von Zrenjanin in der Vojvodina möchte die Erinnerung an den antifaschistischen Kampf im Zweiten Weltkrieg tilgen. Er hat sich dafür ausgesprochen, der Stadt den Namen Petrovgrad zu geben. Bisher hatte die Gemeinde den Namen eines der führenden Partisanen getragen. Der Beschluss reiht sich ein in ein revisionistisches Muster in allen Nachfolgestaaten Jugoslawiens.
Im Herzen Zagrebs haben fanatische Nationalisten auch dieses Jahr eine Messe für Ustaša-Führer Ante Pavelić gefeiert. Die Journalistin Una Hajdari hat diese Messe für Kroatiens obersten Faschisten für Open Democracy dokumentiert.
Eine Welle von Drohungen und Angriffen lähmt seit Tagen Kroatiens Antifaschisten und unabhängige Medien – unter anderem renommierte Seiten wie Lupiga und die Wochenzeitung Novosti. Neben Morddrohungen in Social Media lassen kroatische Faschisten in koordinierten Aktionen Facebook-Auftritte von Medien und Antifaschisten schließen. Sie rächen sich für die Berichterstattung über den Selbstmord eines Kriegsverbrechers.
Dass die Gemeinde Zagreb den Trg maršala Tita, den Marschall-Tito-Platz, umbenennt, stößt in deutschsprachigen Ländern auf Beifall. Eine revisionistische Sichtweise der jugoslawischen Geschichte ist hier weit verbreitet. Samt der Bereitschaft, faschistische Regime per Gleichsetzung mit dem Kommunismus zu relativieren.
„Die Revisionisten vom Dienst“ weiterlesen
Zum 8. März, dem Internationalen Frauentag, würdigt Balkan Stories ein im Westen weitgehend unbekanntes Kapitel der Geschichte: Die zwei Millionen Frauen, die für die Freiheit Jugoslawiens kämpften
Heute gedenkt die Welt der sechs Millionen Juden, die im Holocaust ermordet wurden. In Ex-Jugoslawien wurde die jüdische Gemeinde beinahe ausgelöscht. Balkan Stories will zum Auschwitz-Gedenktag an die jüdischen Jugoslawen erinnern, die mithalfen, dem Morden ein Ende zu setzen. Und deren Beitrag zur Befreiung ihrer Heimat das offizielle Jugoslawien immer ehrte.