Wandgemälde eines Ustaša-Soldaten in Zadar, Kroatien

Der Ustaša-Soldat von Zadar

In Zadar in Kroatien sorgt das Wandgemälde eines Ustaša-Soldaten für Wirbel. Angebracht von den Ultras des Fußballklub NK Zadar ist es zu einer Pilgerstätte für Nationalisten geworden. Ein sozialdemokratischer Gemeinderat, der einsam gegen das Gemälde kämpft, wurde körperlich angegriffen. Der Konflikt zeigt, wie tief gespalten Kroatiens Gesellschaft ist.

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Četnik-Mützen und Kappen der JNA auf einem Stand am Kalemegdan in Belgrad

Duden verharmlost Četniks

Der Duden verharmlost mit einer seiner Definitionen erneut ein blutiges Kapitel des Zweiten Weltkriegs. Wie ein Social Media-User aufzeigt, verwendet er eine höchst problematische Definition des Begriffs Četnik. Nicht das erste Mal, dass das Wörterbuch einschlägig auffällt.

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The Lesser Sin

Croatia’s right wing government apparently refuses to host a workshop about the Holocaust in Croatia by the local Shoa Academy. One of the historians is deemed too critical of Croatia’s fascist past in WW II. The farce around the workshop is all too typical of revisionist tendencies in the country.

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Drei Winter in Wien

Das international gefeierte Drama Tri Zime/Drei Winter von Tena Štivičić hat am Samstag im Burgtheater seine österreichische Uraufführung. Es leuchtet drei Winter in Zagreb aus, die das heutige Kroatien formten – mit all seinen Widersprüchen, Hoffnungen und Abgründen. Im Zentrum stehen vier Generationen der Familie Kos.

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Zwischenhalt Entfaschisierung

In Zagreb geschieht Außergewöhnliches: Die Namen von zumindest vier Ustaša sollen aus dem Stadtbild verschwinden. Vier nach ihnen benannte Straßen werden umbenannt. Die klerikalnationalistische HDZ leistet keinen Widerstand.

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Die feinen Freunde des Herrn Schmidt

Der Bürgermeister von Mostar, Mario Kordić, sorgt mit seinen Angriffen auf die antifaschistische Befreiungsfeier in Mostar am Samstag für bosnienweite Empörung. Zuerst hatte Kordić versucht, Gedenkfeier für die Befreiung der Stadt von der faschistischen Besatzung im Jahr 1945 zu verhindern. Nach der Feier warf er den Antifaschisten vor, „nicht zur zivilisierten und demokratischen Gesellschaft“ zu gehören. Kordić ist Politiker des bosnischen Ablegers der kroatischen klerikalnationalistischen HDZ.

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Meničanin: „Stehe zu meiner Überzeugung“

„Ich stehe zu meiner Überzeugung“. Diese Botschaft hat Velimir Meničanin für Balkan Stories. Die kroatische Polizei hatte ihm am Dan Republike die jugoslawische Fahne konfisziert, die er vor seinem Haus in Jakšič im Bezirk Požega in Slawonien gehisst hatte. Er rechnet damit, dass er eine Strafe bezahlen muss.

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Kroatien: Die Moral der Ustaša

Am Dan Republike hat die kroatische Polizei der Gemeinde Jakšič einem Einwohner verboten, die jugoslawische Fahne zu hissen – und die Flagge gleich einkassiert, zumindest vorübergehend. Mehrere Bürger hätten sich in ihren „moralischen Gefühlen“ verletzt gefühlt, begründete die Polizei ihr Vorgehen. Der Betroffene setzt sich in Interviews zur Wehr.

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Dan Republike: Wo Jugoslawien neugeboren wurde

Am 29. November ist Dan Republike – der höchste Feiertag im ehemaligen Jugoslawien. Er gedenkt der Wiederrichtung Jugoslawiens 1943 in Jajce in Bosnien. Balkan Stories hat den Ort besucht, an dem Jugoslawien im Zweiten Weltkrieg wiedergeboren wurde.

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Mostar: Neo-Ustaša verwüsten Partisanenfriedhof

In Mostar haben Neo-Ustaša den Partisanenfriedhof am Stadtrand verwüstet. Sie brachen hunderte Zier- und Gedenksteine aus der Anlage und zerschlugen sie. Antifaschisten zeigen sich weit über Bosnien hinaus bestürzt über den neuerlichen Anschlag auf das Denkmal für die Befreier Jugoslawiens.

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Kroatiens Stunde der Schande

Der Internationale Holocaust-Gedenktag spült auch die kroatische Stunde der Schande wieder an die Oberfläche. Das Ustaša-Regime des „Unabhängigen Staates Kroatien“ war neben den Nazis das einzige Regime, das im Zweiten Weltkrieg einen eigenständigen Völkermord betrieb. Das Historische Archiv Sarajevo dokumentiert, wie es für die Vernichtung der Juden hetzte.

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Vučić will nicht, dass du das liest

Dieses Buch wird für Diskussionen sorgen. „Četničke postrojbe u službi Nezavisne Države Hrvatske“. „Četnik-Einheiten im Dienst des Unabhängigen Staates Kroatien“ dokumentiert erstmals, wie Četniks ganz offiziell für die und unter dem Kommando der Ustaša gekämpft haben. Die Studie könnte weniger unschuldig sein als man annimmt.

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