Wo die Bruchlinien sichtbar werden
Die Märkte am Balkan machen die sozialen Bruchlinien in den Ländern Ex-Jugoslawiens sichtbar. Man muss nur hinsehen. Ganz unten angesiedelt sind Roma. Reportage.
Die Märkte am Balkan machen die sozialen Bruchlinien in den Ländern Ex-Jugoslawiens sichtbar. Man muss nur hinsehen. Ganz unten angesiedelt sind Roma. Reportage.
Wenn du in Wien ein rauschendes Silvester feiern willst, machst du das am besten bei Nešo im Talisman. Da kriegst du die richtige Mischung zwischen Wienerisch, Balkanisch und international.
Was mich im Jahr 2017 am meisten irritiert hat, war überraschenderweise nicht einmal das österreichische Wahlergebnis. Dass es schlimm kommen würde, war abzusehen. Es war eine kleine deutsche Sonderausstellung im Historischen Museum in Sarajevo.
Während sich das halbe Land über die Falschberichterstattung eines Gratisblatts über ein angebliches Nikolo-Verbot in Wiener Schulen aufregt, hat Murat aus Novi Pazar einen Nikolo auf der Tür seines Cafes angebracht. Die Aufregung ist ihm herzlich wurscht.
Dieses Foto zeigt die Hoffnungslosigkeit der jungen Menschen in Bosnien. Diese Menschen warten in Banja Luka auf den Bus in die Slowakei. Dort werden sie drei Monate lang in einer Fabrik arbeiten. Um 500 Euro im Monat.
Das Wien Museum beschäftigt sich mit den Erinnerungen der Gastarbeiter. Die Schau „Geteilte Stadt“ widmet sich vor allem dem Blick der Menschen, die ab den 60-ern nach Österreich gekommen sind. Ergänzt wird sie mit einer Veranstaltungsreihe. Mittwochabend stand eine interessante Diskussion über die (ex-)jugoslawische Dijaspora am Programm.
„Jugoslawien hat eine Hauptstadt. Das ist Wien.“ weiterlesen
Jahr für Jahr verlassen zehntausende junge Menschen Bosnien, Serbien und Kroatien. Sie hoffen, in der Fremde Arbeit zu finden. Die meisten wollen nach Deutschland. Einer dieser neuen Gastarbeiter ist Marko Bagarić aus Tomislavgrad in Bosnien. Der Sender DW Bosna i Hercegovina hat mit ihm gesprochen.
Darum mag ich meine Stadt. Sogar bei der Kommerzialisierung geht’s bunt zu. So wie die Stadt ist. Und so eigen. „Zato volim Beč“ weiterlesen
Am Donnerstag wird der neue Nationalrat angelobt. Fast kaum repräsentiert sind Migranten. Das zeichnet nicht nur ein ethnisch verzerrtes Bild der Bevölkerung. Vor allem zeigt es, dass Arbeiterinnen und Arbeiter politisch kaum vertreten sind.
Viktor Orban hat am Montag Ost-Mitteleuropa in einer Rede zur migrantenfreien Zone erklärt. Balkan Stories antwortet mit einem Offenen Brief.
Dass Kosovaren Visa für die EU benötigen, ist schikanös. Gründe gibt es längst keine mehr. Schafft die Visumspflicht ab.
Etwa 38.000 Türken, die in Österreich leben, haben beim gestrigen Referendum für den autoritären Verfassungsentwurf in ihrer Heimat gestimmt. Das sind mehr als 70 Prozent derer, die zur Wahl gegangen sind. Für die heimischen Experten für eh alles ein klarer Beweis, „wie die Türken so sind“. Weder das Wahlverhalten noch die gehässigen Kommentare kommen aus dem luftleeren Raum. Beides hat gemeinsame Wurzeln.