Was Balkan Stories sonst so tut

In den vergangenen Wochen war es etwas leiser auf Balkan Stories. Unter anderem war ich beschäftigt, zwei interessante journalistische Projekte zu unterstützen.

Wenn einen zwei Kollegen von einem kritischen Portal aus Banja Luka um Unterstützung für Interviews in Wien bitten, denkt man nicht lange nach. Ich zumindest nicht.

Gerila.info hat in einer Podcastserie mehrere akute soziale Problemstellungen in Bosnien herausgearbeitet. Um zu zeigen, dass es anders geht, haben Dejan und Mladen in Wien mehrere Exepertinnen und Experten und Betroffene interviewt. Die alle zeigen, dass es politische Systeme gibt, in denen man alleinerziehende Mütter, arbeitslose Jugendliche oder Menschen nicht alleine lässt, die chronisch kranke Angehörige zu Hause pflegen.

Ich hab sie unterstützt, Interviewpartner zu finden und vor allem auch eine Location, wo sie filmen konnten.

Das war zeitaufwändig, aber natürlich auch spannend.

Großen Dank an dieser Stelle an die Arbeiterkammer Wien, die ÖGB Frauen und das autonome Kulturzentrum WUK für ihre Unterstützung.

Die einzelnen Interviewpartner werden wohl am besten gewürdigt, wenn man sieht und hört, was sie zu sagen haben. Sobald ich die fertigen Interviews habe, werde ich sie hier online stellen.

Mein Baustellen-Kommentar schlug weitere Wellen

Das zweite Projekt ist eine ORF-Recherche für eine Reportage, wie es ex-jugoslawischen Bauarbeitern in Wien wirklich geht. Das ist eine Reaktion auf den furchtbaren Unfall auf einer Baustelle im März. Vier Bauarbeiter ertranken in Beton, nachdem ein Kran eingestürzt war.

Einen Beitrag, dass die Reportage entsteht, hat auch mein Kommentar auf diesen Unfall geleistet. Ich habe damals anhand meiner jahrelangen Beobachtungen geschildert, wie es vor allem ex-jugoslawischen Bauarbeitern in Wien wirklich geht.

Der Beitrag ist in Übersetzung auch bei Lupiga und Žurnal erschienen und wurde von Gerila.info in verkürzter Form veröffentlicht.

Marianne Pušić von der ORF-Minderheitenredaktion ist an mich herangetreten. Sie wird die Reportage gestalten. Ich hab sie mit ein paar Bekannten in Kontakt gebracht, die in Wien am Bau arbeiten.

Was ich so von den Recherchen mitbekommen habe, hätte Marianne das sicher auch alleine super hinbekommen. Ich hoffe, dass meine kleine Unterstützung ihre Arbeit etwas einfacher gemacht hat und einen kleinen Beitrag leistet, dass Menschen zu Wort kommen, die Wien in den vergangenen Jahren buchstäblich gebaut haben und nicht nur mit körperlich sehr schwierigen Rahmenbedingungen zurandekommen müssen sondern auch mit den Auswirkungen von Migration.

Ich bin selbst sehr gespannt auf die Reportage und werde auf sie verlinken, sobald sie in der ORF-TVThek abrufbar ist.

Titelfoto: Die Ekipa von Gerila.info und ich entspannen uns bei einem Bier. Foto: (c) Dejan Rakita

So unterstützt ihr meine Arbeit

Wenn ihr meine Arbeit unterstützen wollt, könnt ihr das ab sofort auf Buy Me A Coffee tun.

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