Die Klagemauer der Kroaten

Die Gedenkmesse für die 1945 ermordeten Ustaša in Bleiburg ist auch dieses Jahr zu einem Auftrieb für kroatische Nationalisten und Neofaschisten geraten. Unter tatkräftiger Mithilfe der katholischen Kirche. Erstmals formierte sich diesmal Protest. Mit der Hoffnung, dass die Faschistenverehrung in Bleiburg bald der Vergangenheit angehört.

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Kaffee gegen das Vergessen

Am 11. Juli jährt sich der Völkermord von Srebrenica. 1995 ermordete die Armee der Republika Srpska unter dem Kommando von Ratko Mladić mehr als 8.000 Bosnjaken. Mit ihrem nomadischen Denkmal ŠTO TE NEMA will die bosnisch-amerikanische Künstlerin Aida Šehović am Jahrestag des Massakers die Bevölkerung von Zürich einladen, der Opfer zu gedenken. Für die Aktion sucht sie Freiwillige.

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Die Geschichte zweier Tempel

Sie stehen praktisch nebeneinander. Die orthodoxe Christ-Erlöser-Kathedrale und die Ferhadija-Moschee in Banja Luka. Beide sind Symbole, wie religiös aufgeladener Nationalismus zu Hass und Völkermord führt. Und wie lange Versöhnung dauert.

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Herr Kardinal, sind Sie noch bei Trost?

Christoph Schönborn, Kardinal von Wien, hat heute in Sarajevo bei einer Sitzung der Bischofskonferenz das Kreuz wörtlich als Friedenszeichen bezeichnet. Angesichts der religiös-nationalistischen Spannungen im Land fragt sich vermutlich nicht nur dieser Autor, ob der Herr Kardinal bei Trost ist.

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Vreme je za drugu Srbiju!

Die offiziellen Vertreter des serbischen Volkes bagatellisieren das Urteil des ICTY gegen Ratko Mladić. Sie verbreiten Verschwörungstheorien und verharmlosen die serbischen Kriegsverbrechen im Jugoslawienkrieg. Mit ihren Aussagen nehmen sie die Serbinnen und Serben in Geiselhaft des nationalistischen Revisionismus. Es ist Zeit, dass das Andere Serbien dagegen aufbegehrt.

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Späte Gerechtigkeit

Schuldig des Völkermords von Srebrenica und Kriegsverbrechen in anderen Teilen Bosniens. So lautet das Urteil des Internationale Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien (ICTY) am Mittwoch gegen Ratko Mladić. Mladić war Befehlshaber der Streitkräfte der Republika Srpska während des Bürgerkriegs in Bosnien. Das Schlachten von Srebrenica, dem 8.000 Bosnjaken zum Opfer fielen, hat er selbst angekündigt.

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„Ajde u pičku materinu“

Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg tun sich viele Kroaten schwer, den Völkermord an Serben, Juden und Roma durch die Ustaša zu akzeptieren. Nationalisten leugnen den Genozid offen. In einem Ausmaß, das für deutsche oder österreichische Verhältnisse unvorstellbar wäre. Ein drastisches Beispiel dieser Genozid-Leugnung hat Balkan Stories via e-mail erreicht.

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„Es gäbe noch sehr viel nachzuholen“

Der Duden hat seine umstrittene, revisionistische, Definition der kroatischen Ustaša in seinem Online-Wörterbuch nach einem Bericht auf Balkan Stories korrigiert. Das ist auch ein Verdienst vieler Menschen, die aufgrund des Berichts und einer Online-Petition den Verlag auf die falsche Definition aufmerksam gemacht haben. Einer, dessen Wort besonders viel Gewicht gehaben haben dürfte, ist der serbischstämmige deutsche Zeithistoriker Dario Vidojković.

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Duden interpretiert Ustaša als Widerstandsbewegung

Dem Duden steht ein größerer Eklat ins Haus. In seiner Online-Ausgabe verharmlost er die Ustaša zur Widerstandsbewegung. Ex-Jugoslawen aller Ethnien gehen auf die Barrikaden.

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Radovan ‪Karadžić and Ratko Mladić, who is also indicted for war crimes and genocide, during the Yugoslav war. Photo: AP, obtained at flickr.com by The Advocacy Project under CC license CC BY-NC-ND 2.0

A Just Verdict, A Botched Sentence

The International Criminal Tribune for Former Yugoslavia (ICTY) has found the former President of Republika Srpska, Radovan ‪Karadžić, guilty of war crimes, crimes against humanity and genocide for his role in the civil war in Bosnia in the 90’s. He was sentenced to 40 years imprisonment. A sentence that leaves much to be desired.

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