Slowenische Antifaschisten haben vergangene Woche einen der letzten noch lebenden Tito-Partisanen geehrt. Mit einer kleinen Parade begingen sie Viktor Kirn-Janošeks 102. Geburtstag.
In Zagreb geschieht Außergewöhnliches: Die Namen von zumindest vier Ustaša sollen aus dem Stadtbild verschwinden. Vier nach ihnen benannte Straßen werden umbenannt. Die klerikalnationalistische HDZ leistet keinen Widerstand.
Der Bürgermeister von Mostar, Mario Kordić, sorgt mit seinen Angriffen auf die antifaschistische Befreiungsfeier in Mostar am Samstag für bosnienweite Empörung. Zuerst hatte Kordić versucht, Gedenkfeier für die Befreiung der Stadt von der faschistischen Besatzung im Jahr 1945 zu verhindern. Nach der Feier warf er den Antifaschisten vor, „nicht zur zivilisierten und demokratischenGesellschaft“ zu gehören. Kordić ist Politiker des bosnischen Ablegers der kroatischen klerikalnationalistischen HDZ.
Am 29. November ist Dan Republike – der höchste Feiertag im ehemaligen Jugoslawien. Er gedenkt der Wiederrichtung Jugoslawiens 1943 in Jajce in Bosnien. Balkan Stories hat den Ort besucht, an dem Jugoslawien im Zweiten Weltkrieg wiedergeboren wurde.
In Kroatien ist erneut ein Partisanendenkmal geschändet worden. Unbekannte haben einen abgelegenen Friedhof für die jugoslawischen Freiheitskämpfer aus dem Zweiten Weltkrieg im Naturpark Papuk schwer beschädigt. Dokumentiert hat das Verbrechen ein kroatischer Antifaschist.
In Novi Sad hat ein Unbekannter aus Ratko Mladić Sraćko Mladić gemacht, Scheiß-Mladić. Was die Anhänger des Völkermörders zu der Verbesserung sagen, war bislang nicht zu eruieren. Dokumentiert hat die Intervention das antifaschistische Vojdoviner Portal Autonomija.
In Mostar haben Neo-Ustaša den Partisanenfriedhof am Stadtrand verwüstet. Sie brachen hunderte Zier- und Gedenksteine aus der Anlage und zerschlugen sie. Antifaschisten zeigen sich weit über Bosnien hinaus bestürzt über den neuerlichen Anschlag auf das Denkmal für die Befreier Jugoslawiens.
Mit Humor und viel Courage kämpft Ana Suljić aus Split gegen die Borniertheit vieler Kroaten. Und scheut sich nicht, in ihrem kleinen Geschäft so manches Nationalistengefühl zu verletzen.
Serbische Nationalisten haben Montagfrüh das Grabmal der Volkshelden am Kalemegdan in Beograd geschändet. Mit ihren Schmierereien feiern sie Völkermörder Ratko Mladić. Das Datum der Schmieraktion ist kein Zufall: Der 29. November ist Dan Republike, der Tag der Republik.
Die serbische Menschenrechtsaktivistin Aida Ćorović ist heute in Beograd festgenommen worden, als sie das Wandgemälde des Völkermörders Ratko Mladić im Stadtzentrum mit Eiern beworfen hat. Der serbische Innenminister Aleksandar Vulin begründet die Festnahme mit Antifaschismus. Die Aktivistin ist mittlerweile auf freiem Fuß, muss aber mit einem Verfahren rechnen.
In Beograd spielt sich eine Groteske um ein Wandgemälde ab, das den verurteilten Völkermorder Ratko Mladić zeigt. Eine Menschenrechtsorganisation hat bei der Polizei um Genehmigung gebeten, es übermalen zu dürfen. Die Polizei untersagte. Antifaschisten nahmen derweil die Sache in die eigene Hand.
Warum Rijeka seit wenigen Tagen zu Recht europäische Kulturhauptstadt ist, haben die Bürgerinnen und Bürger der kroatischen Hafenstadt bei der Eröffnung des Kulturhauptstadtjahres eindrucksvoll gezeigt. Wie sie das getan haben, könnt ihr hier sehen.