In Tirana erinnert ein Denkmal an das vielleicht herausragendste Kapitel Albaniens im Zweiten Weltkrieg: Wie die Albaner ihre Juden und geflüchtete Juden aus ganz Europa vor den deutschen Besatzern beschützten.
Kaum eine europäische Gesellschaft ist so zerrissen vom blutigen Erbe des Zweiten Weltkriegs wie die kroatische. Wie sehr zeigt sich an zwei Denkmälern in Zagreb. Eines gedenkt einiger Opfer. Das zweite ehrt einen Kollaborateur des Ustaša-Regimes. Video.
Croatia’s right wing government apparently refuses to host a workshop about the Holocaust in Croatia by the local Shoa Academy. One of the historians is deemed too critical of Croatia’s fascist past in WW II. The farce around the workshop is all too typical of revisionist tendencies in the country.
Straßenarbeiter zerstören ein Partisanendenkmal in Serbien. Die Stadt Beograd will einen Großteil eines ehemaligen Konzentrationslagers abreißen. Serbiens ältestes Jugendtheater soll zum Umzug gezwungen werden. Drei Geschichten, die Eines gemeinsam haben.
Zum Internationalen Frauentag möchte Balkan Stories an eine Frau erinnern, die in mehr als einer Hinsicht geschrieben hat. Auch wenn ihre Leistungen von einer breiten Öffentlichkeit langsam vergessen werden, inspiriert sie bis heute künstlerische Arbeit: Roza Papo, erste Generalin Jugoslawiens.
Slowenische Antifaschisten haben vergangene Woche einen der letzten noch lebenden Tito-Partisanen geehrt. Mit einer kleinen Parade begingen sie Viktor Kirn-Janošeks 102. Geburtstag.
In Zagreb geschieht Außergewöhnliches: Die Namen von zumindest vier Ustaša sollen aus dem Stadtbild verschwinden. Vier nach ihnen benannte Straßen werden umbenannt. Die klerikalnationalistische HDZ leistet keinen Widerstand.
Der Bürgermeister von Mostar, Mario Kordić, sorgt mit seinen Angriffen auf die antifaschistische Befreiungsfeier in Mostar am Samstag für bosnienweite Empörung. Zuerst hatte Kordić versucht, Gedenkfeier für die Befreiung der Stadt von der faschistischen Besatzung im Jahr 1945 zu verhindern. Nach der Feier warf er den Antifaschisten vor, „nicht zur zivilisierten und demokratischenGesellschaft“ zu gehören. Kordić ist Politiker des bosnischen Ablegers der kroatischen klerikalnationalistischen HDZ.
Am 29. November ist Dan Republike – der höchste Feiertag im ehemaligen Jugoslawien. Er gedenkt der Wiederrichtung Jugoslawiens 1943 in Jajce in Bosnien. Balkan Stories hat den Ort besucht, an dem Jugoslawien im Zweiten Weltkrieg wiedergeboren wurde.
Kroatische Nationalisten stören in Stolac in der Hercegovina die Feiern des bosnischen Tags der Staatlichkeit am 25. November. Mit dem Tag gedenkt das Land der Ausrufung Bosniens als eigenständiges politisches Gebilde am 25. 11. 1943. Das scheint die Stadt Stolac zu stören, die von der klerikalnationalistischen HDZ dominiert wird.
In Kroatien ist erneut ein Partisanendenkmal geschändet worden. Unbekannte haben einen abgelegenen Friedhof für die jugoslawischen Freiheitskämpfer aus dem Zweiten Weltkrieg im Naturpark Papuk schwer beschädigt. Dokumentiert hat das Verbrechen ein kroatischer Antifaschist.
Moris Albahari ist tot. Wie die jüdische Gemeinde in Sarajevo mitteilte, starb der beliebte Bürger der bosnischen Hauptstadt vor wenigen Tag im 93. Lebensjahr. Er war einer der letzten Ladino-Sprecher in Bosnien. Seine Sprachkenntnissen verdankt die Besatzung eines abgeschossenen US-Bombers im Zweiten Weltkrieg ihr Leben.