Ab 1. Jänner fahren Passagiere kostenlos in Beograds Straßenbahnen und Autobussen. Als Klimamaßnahme ist das nicht gedacht. Es soll auch massive Missstände im öffentlichen Verkehr von Serbiens Hauptstadt zudecken.
In Serbien bleibt die Regimepartei SNS nach den Parlamentswahlen am Sonntag an der Macht. Trotz Zugewinnen ist das alles andere als ein strahlender Sieg. Eine Analyse zum Zustand des Königreich des Aleksandar.
Die serbischen Postler streiken. Das ist nicht das einzige Problem, das die Geschäftsführung der Post hat. Ihr neues Logo sorgt für Häme, Teile der Opposition stellen den Verdacht von Korruption in den Raum.
Auf der Knez Mihajlova sitzt eine Hochschwangere auf dem Steinpflaster und bettelt. Die Kleinstädte huldigen dem Staatsoberhaupt. In Bela Crkva im Banat ist der SNS etwas passiert. Eine Skizze aus dem Königreich des Aleksandar.
Die Proteste nach zwei Amokläufen mit 18 Toten in Serbien haben für das Regime von Aleksandar Vučić bedrohliche Ausmaße erreicht. Am Freitag waren in Beograd bis zu 200.000 Menschen auf der Straße. Serbiens Regime tritt die Flucht nach vorne an. Reportage.
Straßenarbeiter zerstören ein Partisanendenkmal in Serbien. Die Stadt Beograd will einen Großteil eines ehemaligen Konzentrationslagers abreißen. Serbiens ältestes Jugendtheater soll zum Umzug gezwungen werden. Drei Geschichten, die Eines gemeinsam haben.
In Serbien und Ungarn bleiben die autoritären Regime an der Macht. Der Opposition ist es in beiden Ländern nicht gelungen, die Machthaber bei den Wahlen am Sonntag zu entthronen. Das lag auch an Fehlern der Oppositionsparteien. Ein Kommentar.
The upcoming general elections in Serbia on April 3 do not seem to pose a threat for the regime of President Aleksandar Vučić. Even with a green-liberal opposition alliance born out of ecological protests, there is no credible challenge to the liberal-conservative business friendly politics that have dominated Serbia for decades. As Nationalism reaches ever uglier heights in the election campaign, the absence of a credible Left in Serbia becomes ever more transparent. Balkan Stories has asked the political sociologist Jovo Bakić why that is the case.
In Serbien versucht sich die ehemalige Konservative Partei als Raubkopie der deutschen Grünen. Andere grünnahe Parteien wie Ne Davimo Beograd sehen sie als Fünfte Kolonne des Regimes von Präsident Aleksandar Vučić. Das Büro der deutschen grünen Heinrich Böll-Stiftung in Beograd distanziert sich von der neuen Partei. Die deutschen Grünenreagieren behäbig.
Nicht nur in Bosnien lässt der Vorschlag von Beograds Vizebürgermeister Goran Vesić die Wogen hochgehen, die Sarajevoer Straße in der serbischen Hauptstadt umzubenennen. Der Politiker der serbischen Regierungspartei SNS will alle topographischen Spuren des ehemaligen Jugoslawien aus dem Stadtplan tilgen. Auch bei den Einwohnern Beograds stößt das auf unerwartet heftigen Widerstand. Balkan Stories hat einige dieser Stimmen zusammengetragen.
In Serbien scheinen die Abstände zwischen Massenprotesten immer kürzer zu werden. Vor drei Wochen erst hat die gesundheitsgefährdende Hü-Hott-Politik der Regierung zu Corona in fast allen größeren Städten Zehntausende tagelang auf die Straße getrieben. Was es damit auf sich hat, versucht der Podcast Standpunkt zu ergründen. Er ist ein gemeinsames Projekt der Journalisten Michel Bonvalot und Ako Pire.
Die serbische Regierungspartei SNS hat am Wochenende Pläne vorgestellt, die aus Beograd eine Provinzhauptstadt mit arabischen Grundstücksspekulanten machen sollen. Jede Erinnerung, dass die Stadt einst Hauptstadt Jugoslawiens war soll restlos aus dem Stadtplan verbannt werden, kündigte der Vizebürgermeister der serbischen Hauptstadt an. Neue Namen sollen etwa die Sarajevoer und die Zagreber Straße bekommen.