Kein Glück für Ratko Mladić

Der serbische Sozialdemokrat Đorđo Žujović hat am Mittwoch die serbische Polizei in Beograd blamiert. Er hat ein Wandgemälde des Völkermörders Ratko Mladić übermalt. Das Gemälde steht unter dem persönlichen Schutz von Innenminister Aleksandar Vulin. Er hatte gestern zwei Menschenrechtsaktivistinnen festnehmen lassen, die das Schandmal mit Eiern beworfen hatten. Das hat die Diskussion um das Wandgemälde erst recht befeuert.

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Freiheit für Aida!

Die serbische Menschenrechtsaktivistin Aida Ćorović ist heute in Beograd festgenommen worden, als sie das Wandgemälde des Völkermörders Ratko Mladić im Stadtzentrum mit Eiern beworfen hat. Der serbische Innenminister Aleksandar Vulin begründet die Festnahme mit Antifaschismus. Die Aktivistin ist mittlerweile auf freiem Fuß, muss aber mit einem Verfahren rechnen.

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Revolution ohne Bahnsteigkarte

In Beograd spielt sich eine Groteske um ein Wandgemälde ab, das den verurteilten Völkermorder Ratko Mladić zeigt. Eine Menschenrechtsorganisation hat bei der Polizei um Genehmigung gebeten, es übermalen zu dürfen. Die Polizei untersagte. Antifaschisten nahmen derweil die Sache in die eigene Hand.

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Wo die Gewalt System hat

Erstmals hat ein Kamerateam der ARD dokumentiert, wie kroatische Polizisten Flüchtlinge gewaltsam und illegal zurück nach Bosnien abschieben. Beweise für diese illegalen Abschiebungen und für Polizeigewalt gegen Flüchtlinge gibt es freilich schon seit Jahren. Das schreibt Srdjan Govedarica, Korrespondent des ARD Studios in Wien auf seiner Facebookseite. Balkan Stories gibt Srdjans beklemmende Dokumentation mit freundlicher Genehmigung des Autors wieder.

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Der Protest der Zehntausend

In Sarajevo haben heute bis zu 10.000 Menschen gegen die Vertuschung der Morde an Dženan Memić und David Dragičević demonstriert. Die Morde an den beiden jungen Männern sind in Bosnien zum Symbol für Korruption und Behördenversagen geworden. Menschen aus dem ganzen Land kamen zu einer der größten Demonstrationen in Bosnien seit dem Krieg.

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Die seltenen Freunde der Flüchtlinge

Bei Bihać in Nordbosnien sitzen nach wie vor tausende Menschen aus Kriegs- und Bürgerkriegsgebieten fest. Sie wollen in die EU. Erwischt die kroatische Polizei sie beim illegalen Grenzübertritt, werden sie ausgeraubt, verprügelt, manchmal auch gefoltert. Freunde haben diese Flüchtlinge wenige. Einen hat Balkan Stories bei den Dreharbeiten für eine Reportage aufgestöbert.

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Računajte na nas!

Dieser Cartoon von Midhat Kapetanović sorgt nicht nur im ehemaligen Jugoslawien für Begeisterung. Er bringt auf den Punkt, was Millionen Menschen am Balkan fühlen und wissen. Und ist ein starkes Zeichen gegen die Polizeiknüppel, die die Proteste in Serbien im Zaum halten sollen.

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Serbische Polizei verhaftet Journalistin nach kritischem Bericht

Die serbische Polizei hat in der Nacht auf Donnerstag Journalistin Ana Lalić festgenommen. Ana hatte auf dem Portal Nova.rs einen Bericht über die Zustände im Spital von Novi Sad veröffentlicht. Dort fehlt dem Personal grundlegende Schutzausrüstung gegen Corona. Erst Donnerstagvormittag wurde sie freigelassen.

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Corona, der König und die Klinik

In Serbien gelten einige der strengsten Ausgangsbeschränkungen Europas im Kampf gegen Covid-19. Polizei und Militär kontrollieren nächtliche Ausgangssperren. Während die Regierung bemüht ist, Stärke zu demonstrieren, bringt die Krise fundamentale Probleme der serbischen Gesellschaft genauso zum Vorschein wie westliche Vorurteile.

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