Rotes Kartonherz mit dem Foto von David Dragičević

Heute vor sechs Jahren wurde David ermordet

Am Montag jährt sich der Mord an David Dragičević in Banja Luka zum sechsten Mal. Aufgeklärt ist er bis heute nicht. Der 21-jährige Student ist längst zum Symbol für Korruption und Behördenversagen in Bosnien geworden – allen Versuchen zum Trotz, die einzuschüchtern, die für Gerechtigkeit für David kämpfen.

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Wandgemälde eines Ustaša-Soldaten in Zadar, Kroatien

Der Ustaša-Soldat von Zadar

In Zadar in Kroatien sorgt das Wandgemälde eines Ustaša-Soldaten für Wirbel. Angebracht von den Ultras des Fußballklub NK Zadar ist es zu einer Pilgerstätte für Nationalisten geworden. Ein sozialdemokratischer Gemeinderat, der einsam gegen das Gemälde kämpft, wurde körperlich angegriffen. Der Konflikt zeigt, wie tief gespalten Kroatiens Gesellschaft ist.

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Neonazis marschieren mit Fackeln im Zentrum von Beograd

Serbien: Polizisten schützen die Faschisten

In Beograd sorgt ein Aufmarsch faschistischer Jugendgruppen für Aufregung. Unter Polizeischutz gedachte eine Demo der Srbska Akcija – SA und des Klub 451 des Sturms auf die US-Botschaft im Jahr 2008, bei dem ein 21-jähriger serbischer Rechtsradikaler ums Leben kam. Eine NGO wirft Polizei und Politik vor, das Neonazi-Problem in Serbien zu ignorieren.

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Wo die Sprache Montenegrinisch heißt

Wer Montenegro kennenlernen will, kommt an Ulcinj nicht vorbei. Die albanische Mehrheitsgemeinde am südlichsten Zipfel des Landes ist geographisch und kulturell so etwas wie ein Pendant zu Herceg Novi an der kroatischen Grenze – mit Ausnahme der Taxifahrer.

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Kosovarischer Soldat mit einem Abzeichen Großalbaniens

Für welches Vaterland sterben?

Die kosovarische Regierung und weite Teile der Bevölkerung haben am Sonntag den Tag der kosovarischen Streitkräfte gefeiert. Einige Soldaten geben auf ihren Uniformen und Waffen ganz offen großalbanischen Träumen Ausdruck.

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Stolac

Die 26 vergeudeten Jahre von Muharem

Stolac in der Hercegovina gilt als gespaltene Stadt. Kroatische und bosnjakische Nationalisten machen einander das Leben schwer. Ausgerechnet der Tod eines Motorradrennfahrers könnte das ändern. Nicht der einzige Hoffnunggschimmer.

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Die Affäre der beiden Studentinnen

Zwei bosnische Studentinnen bekommen Stipendien in Serbien, nachdem sie den Völkermord in Srebrenica geleugnet haben sollen. Der Fall zeigt, wie wenig sich serbische Nationalisten noch genieren. Sie sind nicht die einzigen, die sich in der Affäre fragwürdig verhalten haben.

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Travnik: Wieder Aufregung um Ivo Andrić

Travniks bekanntester Sohn erregt wieder die Gemüter in seiner Heimatstadt: Ivo Andrić, Jugoslawiens bekanntester Schriftsteller. Verantwortlich sind diesmal keine bosnjakischen Nationalisten.

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Die wundersame Vermehrung der Serben

An der Stadtgrenze von Sarajevo provozieren serbische Nationalisten. An der Grenze von Istočno Sarajevo, das in der Republika Srpska liegt, haben sie Eingangsschilder aufstellen lassen, die behaupten, beinahe 160.000 ethnische Serben hätten Sarajevo verlassen müssen. Das ist Geschichtsfälschung.

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The Lesser Sin

Croatia’s right wing government apparently refuses to host a workshop about the Holocaust in Croatia by the local Shoa Academy. One of the historians is deemed too critical of Croatia’s fascist past in WW II. The farce around the workshop is all too typical of revisionist tendencies in the country.

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Dan Mladosti: Politische Spielchen in Sarajevo

In Sarajevos Cafe Tito fällt die traditionelle Feier des Dan Mladosti heuer aus. Die Bezirksverwaltung hat einen Trauertag angeordnet. Um die Opfer des Artillerieangriffs in Tuzla am 25. Mai 1995 geht es freilich nur vordergründig.

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Ovo je pravo srce Beograda

Die Einwohner von Vračar im Stadtzentrum Beograds haben das Schandgemälde aus der Ulica Njegoševa übermalt. Seit eineinhalb Jahren zeigte es das Konterfei von Ratko Mladić, des Schlächters von Srebrenica.

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