Heute vor 30 Jahren begannen Soldaten der Armee der Republika Srpska, 8.372 muslimische Buben und Männer in Srebrenica zu ermorden. In der Republika Srpska und in Serbien wird der Völkermord bis heute geleugnet oder verharmlost.
Die serbische Menschenrechtsaktivistin Aida Ćorović muss nicht ins Gefängnis. Dank einer Spendenaktion kann sie eine für serbische Verhältnisse horrende Geldstrafe bezahlen, zu der sie verurteilt worden war, nachdem sie ein Wandgemälde des Kriegsverbrechers Ratko Mladić mit Eiern beworfen hatte.
Zwei bosnische Studentinnen bekommen Stipendien in Serbien, nachdem sie den Völkermord in Srebrenica geleugnet haben sollen. Der Fall zeigt, wie wenig sich serbische Nationalisten noch genieren. Sie sind nicht die einzigen, die sich in der Affäre fragwürdig verhalten haben.
Am Dienstag ist der internationale Gedenktag für die Opfer des Völkermords von Srebenica. Soldaten der Armee der Republika Srpska unter Ratko Mladić ermordeten im Juli 1995 unter den Augen von UN-Soldaten 8.372 muslimische Buben und Männer in der ostbosnischen Stadt. Zum Gedenken – und Nicht-Gedenken an dieses Verbrechen gibt es viel zu sagen.
Die Amokläufe vorvergangener Woche mit 17 Toten erschüttern nach wie vor die serbische Gesellschaft. Sie haben eine breite Protetsbewegung ausgelöst. Gleichzeitig versucht das Regime, daraus Kapital zu schlagen. Für Balkan Stories ordnet Katharina Hrvacanin die Entwicklungen ein.
Die Einwohner von Vračar im Stadtzentrum Beograds haben das Schandgemälde aus der Ulica Njegoševa übermalt. Seit eineinhalb Jahren zeigte es das Konterfei von Ratko Mladić, des Schlächters von Srebrenica.
In Novi Sad hat ein Unbekannter aus Ratko Mladić Sraćko Mladić gemacht, Scheiß-Mladić. Was die Anhänger des Völkermörders zu der Verbesserung sagen, war bislang nicht zu eruieren. Dokumentiert hat die Intervention das antifaschistische Vojdoviner Portal Autonomija.
Am Balkan muss Blut fließen. Alle 40 Jahre gibt es einen Krieg, um die offenen Fragen des jüngsten Krieges zu klären. Das ist ein erschreckend gängiges Klischee im ehemaligen Jugoslawien. Man bekommt es auch von gebildeten Menschen zu hören. Das ist gefährlich.
Serbia’s already radicalized far right seems to be spinning out of control. Graffitis featuring pictures or the name of Ratko Mladić are being sprayed on walls on an unprecedented scale. Most people seem to shrug off this open reverence for the butcher of Srebrenica.
The upcoming general elections in Serbia on April 3 do not seem to pose a threat for the regime of President Aleksandar Vučić. Even with a green-liberal opposition alliance born out of ecological protests, there is no credible challenge to the liberal-conservative business friendly politics that have dominated Serbia for decades. As Nationalism reaches ever uglier heights in the election campaign, the absence of a credible Left in Serbia becomes ever more transparent. Balkan Stories has asked the political sociologist Jovo Bakić why that is the case.
Eine Plakatserie in mehreren Städten in Bosnien brandmarkt Weihnachten und Neujahr als unislamische und unbosnjakische Sitten. Die Menschen in der zentralbosnischen Stadt Zenica wehren sich gegen diese Übergriffe. Wie, erfahrt ihr hier.
Serbische Nationalisten haben Montagfrüh das Grabmal der Volkshelden am Kalemegdan in Beograd geschändet. Mit ihren Schmierereien feiern sie Völkermörder Ratko Mladić. Das Datum der Schmieraktion ist kein Zufall: Der 29. November ist Dan Republike, der Tag der Republik.