Gde je Davor?

Davor Dragičević, Sprecher der bosnischen Protestbewegung Pravda za Davida ist seit Sonntagnacht verschwunden. Zuletzt war er auf einer Großdemonstration der Bewegung gesehen worden, bei der es mehrere Festnahmen gab. Die Polizei dementiert, dass er festgenommen wurde.

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Svi na ulice!

Svi na ulice! Alle auf die Straße! Auch knapp vor dem Jahreswechsel kommen Beograd und Banja Luka nicht zur Ruhe. Zwei Protestbegewungen halten mit Massendemonstrationen den Druck auf ihre Regierungen hoch. Überraschend ist auch für die Organisatoren, dass der Zulauf zu wachsen scheint.

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Davor ist in Freiheit

In Banja Luka in Bosnien hat die Polizei am Mittwoch überraschend Davor Dragičević aus der Haft entlassen. Der Sprecher der Protestbewegung Pravda za Davida war am Dienstag festgenommen worden. Gleichzeitig versucht die Regierung der Republika Srpska weiter, die Protestbewegung zu zerschlagen. Diese Versuche stoßen auf Proteste der Bevölkerung.

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Chaos und Polizeigewalt in Banja Luka

Rund um den Trg Krajine in Banja Luka herrschen Chaos und Polizeigewalt, seitdem die Polizei seit dem Vormittag versucht, die Protestbewegung Pravda za Davida zu zerschlagen. Als der Platz am Nachmittag geräumt wurde, gab es Verletzte. Mehrere Demoteilnehmer wurden festgenommen. Die Aktivisten lassen sich nicht entmutigen.

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Dodiks Rache

Spezialeinheiten der Polizei haben in Banja Luka in Bosnien offenbar begonnen, die Protestbewegung Pravda za Davida (Gerechtigkeit für David) zu zerschlagen. Benannt ist sie nach dem Mordopfer David Dragičević. Davids Vater Davor, Sprecher der Bewegung, und Davids Mutter Suzana wurden am Dienstag in den Morgenstunden festgenommen, ebenso weitere Mitglieder der Protestbewegung.

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„Der größte Fehler meines Lebens“

Die Wahlen in Bosnien haben der Bevölkerung des Balkanstaates vier Jahre weitere Stagnation gebracht. Für die Jugend war der weitgehende Sieg der Nationalisten sie ein Signal, weiter in Massen das Land zu verlassen. In der allgemeinen Perspektivenlosigkeit macht ausgerechnet die Forderung, einen dubiosen Mordfall aufzuklären, Hoffnung.

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Kriegspropaganda aus Deutschland

Das in Deutschland herausgegebene serbischsprachige Boulevardblatt Vesti schürt dieses Wochenende Angst vor Flüchtlingen in Bosnien – mit einem Artikel, der an Absurdität kaum zu überbieten ist. Man wähnt sich beinahe im Krieg des heldenhaften Serbentums gegen eine muslimische Invasion.

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Avas Töchter

Eine Deutsch-Iranerin will ihre Töchter aus dem Iran nach Deutschland bringen. Sarajevo ist für sie Zwischenstation und erste und letzte Hoffnung. Laut österreichischer Regierung dürfte das gar nicht sein. Sie hat angeblich die Balkanroute geschlossen. Eine persönliche Reportage.

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Die Geschichte zweier Tempel

Sie stehen praktisch nebeneinander. Die orthodoxe Christ-Erlöser-Kathedrale und die Ferhadija-Moschee in Banja Luka. Beide sind Symbole, wie religiös aufgeladener Nationalismus zu Hass und Völkermord führt. Und wie lange Versöhnung dauert.

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Herr Kardinal, sind Sie noch bei Trost?

Christoph Schönborn, Kardinal von Wien, hat heute in Sarajevo bei einer Sitzung der Bischofskonferenz das Kreuz wörtlich als Friedenszeichen bezeichnet. Angesichts der religiös-nationalistischen Spannungen im Land fragt sich vermutlich nicht nur dieser Autor, ob der Herr Kardinal bei Trost ist.

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Der Kult der neuen Märtyrer

Der kroatische Kriegsverbrecher Slobodan Praljak wird von Konservativen und Neofaschisten in seiner Heimat wie ein Märtyrer verehrt. An seinem Begräbnis vergangene Woche nahmen zwei Minister teil. Ihnen gilt er als Held wie Ratko Mladić vielen Serben. „Der Kult der neuen Märtyrer“ weiterlesen

Vreme je za drugu Srbiju!

Die offiziellen Vertreter des serbischen Volkes bagatellisieren das Urteil des ICTY gegen Ratko Mladić. Sie verbreiten Verschwörungstheorien und verharmlosen die serbischen Kriegsverbrechen im Jugoslawienkrieg. Mit ihren Aussagen nehmen sie die Serbinnen und Serben in Geiselhaft des nationalistischen Revisionismus. Es ist Zeit, dass das Andere Serbien dagegen aufbegehrt.

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