Foto: Nikola Radić-Lucati

„Es riecht nach alten Zeiten“

Vor dem Massenprotest in Beograd am Samstag steigt die Spannung in Serbien. Erste kleine Gegendemos haben regierungskritische Medien zum Ziel. Serbiens Präsident Aleksandar Vučić warnt vor geplanten Ausschreitungen – und davor, dass die Regierung zurückschlagen würde. Eine Eskalation wird nicht mehr ausgeschlossen.

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Protest vor der serbischen Botschaft in Wien

Wien, 11 Uhr 52 am Vormittag

Hunderte Wiener Serben haben am Samstag die parallel laufenden Studentenproteste in der südserbischen Stadt Niš mit einer eigenen Demonstration unterstützt. Vor der serbischen Botschaft forderten sie grundlegende Änderungen in der alten Heimat: Rechtstaatlichkeit, Demokratie und einen entschiedenen Kampf gegen Korruption.

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Polizei vor dem Rathaus von Novi Sad Foto: Zlatko Crnogorac

Serbien entdeckt seine Eier

In Serbien richten sich die Massenproteste in einigen Fällen immer offener direkt gegen die Regierungspartei SNS. Vereinzelt ist die Situation eskaliert -, als Menschenmengen gegen die Bürgermeister von Novi Sad und von Kraljevo protestieren und eine Gemeinderatssitzung in Zaječar verhinderten.

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Zemaljski Muzej Bosne in Hercegovine, Sarajevo

Alles wird besser. Oder auch nicht.

Bosniens wichtigste Kultureinrichtungen wie Nationalbibliothek und Nationalmuseum sollen endlich staatliche Finanzierung erhalten. Ein Gesetz ist in Vorbereitung. Nach dem befürchteten Aus für USAID macht das manchen Hoffnung, weiterarbeiten zu können. Andere sind skeptisch, ob sie nicht vom Regen in die Traufe kommen könnten.

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Protestschild: Korupcija ubija

Der Auftritt der Bauernopfer

In Serbien sind am Mittwoch 15 Verdächtige in einem Korruptionsfall um den staatlichen Energieversorger EPS verhaftet worden. Das soll der Auftakt einer Korruptionsbekämpfungswelle sein – und die laufenden Massenproteste beruhigen. Die Sache hat nur einen Haken: Serbiens Präsident Aleksandar Vučić.

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Mladi su naša budućnost

Proteste wachsen zusammen

In Serbien steuern die Massenproteste einem weiteren Höhepunkt am Samstag in Kragujevac zu. Angefeuert von den Demos im Nachbarland macht sich auch in Bosnien und in Montenegro angestauter Unmut zunehmend auf der Straße Druck.

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Screenshot Informer

Serbiens Regimepresse dreht durch

Nach einem Beinahe-Unfall wegen eines verlorenen Rads am Dienstwagen von Serbiens Präsident Aleksandar Vučić am Wochenende trommeln regimenahe Medien, dass ein Attentat auf den Präsidenten verübt worden sei. Beweise gibt es keine. Das einhellige Trommeln ist vor dem Hintergrund der laufenden Massenproteste im Land zu sehen.

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Bogatić

Die serbische Krise spitzt sich zu

In Bogatić in Westserbien sind die Massenproteste am Freitag erstmals eskaliert. Aufgebrachte Stadtbewohner stürmten das Rathaus und warfen den ranghöchsten Vertreter der Regierungspartei SNS auf die Straße. Gleichzeitig kündigt Präsident Aleksandar Vučić eine neuerliche Gegendemonstration für nächsten Samstag an.

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Jelena Karleuša

Der tiefe Fall der Diva

Der serbische Turbofolk-Star Jelena Karleuša ist offenbar an einem Tiefpunkt angelangt. In der Auseinandersetzung um die Massenproteste in Serbien ist sie zum wohl brutalsten Sprachrohr von Serbiens Präsidenten Aleksandar Vučić geworden. Jetzt wurde ihr Instagram Account gesperrt.

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Vojkan Denić ist nicht alleine

Serbiens Studenten und weite Teile der Bevölkerung sind auch nach einem Wochenende der Großdemonstrationen nicht müde, für Demokratie, Rechtstaat und gegen Korruption auf die Straße zu gehen. Und wenn der Protest in dem einem oder anderen Dorf noch so klein ausfällt.

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Massenprotest in Novi Sad

Das Bedeutsame sieht man in der Peripherie

Während die Massenproteste in Serbien am Samstag ihren bisherigen Höhepunkt erreichten, gehen die Bilder der Bewegung langsam um die Welt. Wie sehr die Studenten Serbiens das politische System in ihrem Land verändert haben, sieht man an diesen Bildern freilich nur ungenügend.

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Tako izgleda revolucija

Tausende Studenten haben sich am Donnerstag auf dem Marsch von Beograd nach Novi Sad gemacht. In den Kleinstädten der Vojvodina werden sie gefeiert wie Helden. So sieht eine Revolution aus.

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