Heute feiern Millionen Menschen aus und in Ex-Jugoslawien den Tag der Republik, den Dan Republike. Es ist der Jahrestag der Ausrufung des Neuen Jugoslawien im Jahr 1943. Dieses Neue Jugoslawien musste sich erst von den faschistischen Besatzern befreien. Bis heute erinnern Denkmäler an die, die den Kampf führten.

Dieser Spomenik im Stadtzentrum von Rožaje in Montenegro ehrt die Partisanen, die fielen, als sie am 30. September 1944 die Stadt befreiten.

Die meisten kamen aus der Stadt. Wie man an den Namen sieht, waren die Meisten Bosnjaken.

Die Familie Murić hat fast alle ihre Söhne für das freie Jugoslawien gegeben. Dreizehn Gefallene tragen diesen Namen.

Ramiz bez Boro

Dieses Denkmal schaut auf Prishtina herba, heute Hauptstadt des Kosovo.

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Dieses Denkmal, ebenfalls in Prishtina, sollte die Einheit des Volkes Jugoslawiens über jegliche Nationalität hinaus feiern.

Boro und Ramiz waren ein serbischer und ein kosovarischer Partisan, die gemeinsam von den Deutschen erschossen wurden. Als die tödliche Salve fiel, lagen sie einander in den Armen.

Heute fehlt Boros Kopf. Albanische Nationalisten haben ihn entfernt.

Im Garten Titos

Dieses Erbe des Volksbefreiungskampfes trägt das Neue Jugoslawien noch im Namen.

Die Tanjug wurde vom Volksbefreiungskommittee gegründet und war als Nachrichtenagentur ein zentraler Teil des Volksbefreiungskampfes.

Im Foyer ist eine Statute von Moša Pijade ausgestellt. Er war Gründungsmitglied der Telegrafska agencija nove Jugoslavije und ihr erster Leiter.

Heute gehört die Agentur der serbischen Regierung und verbreitet regierungsnahe Nachrichten.

Tito-Statuen findet man nur mehr wenige im öffentlichen Raum.

In Beograd hat man die meisten in der ehemaligen Residenz des Oberbefehlshabers der Partisanen und späteren Staatschefs aufgestellt.

Dieses Denkmal am gleichen Ort erinnert an die Befreiung Zagrebs. Es war einst ein Geschenk der Zagreber.

Der Platz der Helden

Besonders viele Opfer gab es aus Banja Luka.

Hier wüteten die Faschisten besonders hart. Der Völkermord der Ustaša an den Serben trieb viele Menschen den Partisanen zu.

Das erklärt die hohe Zahl von Opfern.

Alle hier Geehrten wurden zu Narodni Heroji erklärt, zu Volkshelden.

Nicht alle fielen im Zweiten Weltkrieg. Einige überlebten

Vahida Maglajlić hatte dieses Glück nicht. Die muslimische Freiheitskämpferin fiel bei einem Gefecht gegen die Deutschen im Jahr 1943.

Sie war uns ist Ikone der Antifaschistinnen in ganz Ex-Jugoslawien.

Das ist Valter

Auch er ist eine Ikone: Valter, der Befreier Sarajevos.

Der Platz, an dem sein Denkmal steht, war bis zur Unabhängigkeit Bosniens nach ihm benannt.

Vladimir Valter Perić wurde durch einige Partisanenfilme populär, vor allem durch den auch in China beliebten Film „Valter brani Sarajevo“.

Er ist nicht nur in Bosnien nach Tito der wohl beliebteste jugoslawische Freiheitskämpfer im Zweiten Weltkrieg.

Sein Name steht für außerordentlichen Mut und den Willen zum Widerstand.

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Im Stadtzentrum brennt nach wie vor eine Flamme für die Befreier der Stadt.

Was der Kampf bedeutete

Wie viele Facetten der Kampf gegen die Faschisten hatte, zeigt dieser Spomenik an der Mauer der Zitadelle von Novi Pazar in Serbien.

Er ehrt Simeun Karamarković. Der Serbe wurde 1942 in einem kroatischen KZ ermordet.

Daneben steht eine Tafel für Derviš-Dedo Šehović. Der Partisan fiel 1943, offenbar in einem Kampf gegen die Deutschen und albanische Gendarmen.

Dieses Denkmal am Gelände der Zitadelle ehrt die Freiheitskämpfer pauschal.

Gedenkstätten wie diese gibt es zahlreiche in allen Nachfolgestaaten Jugoslawiens.

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Etliche wurden bei den nationalistischen Restaurationen auch beseitigt, vor allem, aber nicht nur in Kroatien.