Plan: Die Metropole als Provinzhauptstadt

Die serbische Regierungspartei SNS hat am Wochenende Pläne vorgestellt, die aus Beograd eine Provinzhauptstadt mit arabischen Grundstücksspekulanten machen sollen. Jede Erinnerung, dass die Stadt einst Hauptstadt Jugoslawiens war soll restlos aus dem Stadtplan verbannt werden, kündigte der Vizebürgermeister der serbischen Hauptstadt an. Neue Namen sollen etwa die Sarajevoer und die Zagreber Straße bekommen.

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Der wahre Palast von Split

Split in Dalmatien ist bekannt für den atemberaubend schönen Palast des Diokletian im Stadzentrum in der Nähe des Hafens. Dass es ein Stadtviertel gibt, das man zu Recht als Palast für die Menschen bezeichnen kann, ist weitgehend unbekannt. Fotograf Tomislav Marcijuš und das Portal Balkanium stellen den wahren Palast von Split vor.

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Danijel und die Dunkle Dijaspora. Video.

Man kommt an Nationalismus und Neo- wie Altfaschismus nicht vorbei, wenn man sich mit dem Balkan beschäftigt. Leider verstehen es auch viele Dijaspora-Gemeinden als ihre Aufgabe, nationalistische und revisionistische Geschichts- und Kulturbilder zu vermitteln. Mit diesem Phänomen setzen sich nur wenige Menschen auseinander. Eine Ausnahme ist der deutsche Journalist Danijel Majić.

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Džo, der Unbeugsame.

Džo, der Baggerfahrer, ist tot. Er war eine Legende der serbischen Protestbewegungen. 20 Jahre lang setzte er sich auf der Straße für Demokratie und Zukunftsperspektiven für die jungen Menschen in Serbien ein. Gegen jede Regierung, die es seitdem im Land gegeben hat. Bis zum letzten Tag. Beugen musste sich der 77-Jährige nur dem Tod.

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Die Wunde, die nicht verheilt

Es ist das schlimmste Verbrechen in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg. Der Völkermord in Srebrenica. Im Juli 1995 ermordeten Soldaten der Armee der Republika Srpska 8.372 Muslime. Der Opfer haben am Jahrestag des Völkermords weltweit zahlreiche Menschen gedacht. Auch in Wien. (Video)

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Računajte na nas!

Dieser Cartoon von Midhat Kapetanović sorgt nicht nur im ehemaligen Jugoslawien für Begeisterung. Er bringt auf den Punkt, was Millionen Menschen am Balkan fühlen und wissen. Und ist ein starkes Zeichen gegen die Polizeiknüppel, die die Proteste in Serbien im Zaum halten sollen.

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Die Heimat, die sie meinen

Nachdem türkischstämmige Faschisten von den Grauen Wölfen mehrere friedliche Demonstrationen in Wien angegriffen haben, macht sich die FPÖ wichtig. Die Blauen wollen alle möglichen Leute „in ihre Heimat“ zurückschicken – vor allem die Kurdinnen, Türken, Alevitinnen, Antifaschisten, die für die Freiheit und gegen die Faschisten auf die Straße gegangen sind – oder sich sonstwie gegen Faschismus betätigen. Die Pöbeleien der FPÖ verlangen eine Antwort.

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Es gibt keine schlechte Zeit für Sevdah

Die Corona-Pandemie hat auch den niederländischen Regisseur Nick Teunissen zur Quarantäne gezwungen – in seiner neuen Heimat Sarajevo. In dieser Zwangszeit zuhause hat Nick die Seele Bosniens und vor allem seiner Hauptstadt erkundet. Und sie einem internationalen Publikum nähergebracht.

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„Diese Flüchtlinge waren meine Nächsten“

Die ehemalige Lehrerin Eva Novotny setzt sich seit fast 30 Jahren für Menschen ein, die aus ihrer Heimat fliehen müssen. Begonnen hat ihr Engagement während des Kriegs in Bosnien. Das Wiener Magazin KOSMO lässt die Flüchtlingshelferin in einem ausführlichen Interview zu Wort kommen.

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SOS Balkanroute: Höchste Ehrung für Flüchtlingshilfe

SOS Balkanroute ist Ute Bock-Preisträger 2020. Das ist die höchste Auszeichnung für Flüchtlingshelferinnen- und helfer in Österreich. Geehrt wird die Organisation für ihre zahlreichen Hilfstransporte, mit denen sie Flüchtlinge unterstützt, die auf dem Weg in die EU in Bosnien gestrandet sind. Und dafür, dass sie auch nach der Schließung der Grenzen in Corona die Flüchtlinge und ihre örtlichen Helfer nicht im Stich lässt.

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Die stets man noch zum Unglück zwingt

Mit fünf Gedichten zeichnet die montenegrinisch-kroatische Künstlerin und Architektin Paulina Lanzerotti ein realistisches und verstörendes Bild des Alltags derer, die den Exportweltmeister Deutschland der vergangenen Jahre geschaffen haben. Fabriksarbeiterinnen- und Arbeiter, häufig von Zeitarbeitsfirmen, oft genug mit Migrationshintergrund. Eine Geschichte zum 1. Mai.

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Muharems Komet erstrahlt neu

Muharem Bazduljs gefeierter Roman Transit, Komet, Eklipse ist erstmals auch als e-book verfügbar. Außerdem hat der Wiener Seifert Verlag auch die gebundene Fassung dieses „Lichts in Europas Finsternis“ (literaturkritik.de) neu aufgelegt. Ein Balkan Stories Literaturtipp.

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