Die Corona-Pandemie hat auch den niederländischen Regisseur Nick Teunissen zur Quarantäne gezwungen – in seiner neuen Heimat Sarajevo. In dieser Zwangszeit zuhause hat Nick die Seele Bosniens und vor allem seiner Hauptstadt erkundet. Und sie einem internationalen Publikum nähergebracht.

Es gibt keine schlechte Zeit für Sevdah. Auch nicht die Corona-Pandemie.

Das zeigt Sevdah-Legende Damir Imamović mit seinem neuen Album „A Singer of Tales“. Es hat international für Aufmerksamkeit gesorgt.

Auch Nick Teunissen, geboren in Amsterdam, hat diese bosnischste aller Musikrichtungen entdeckt.

Und beherrscht sie so gut, dass er zu einem Musikbotschafter seiner neuen Heimat Bosnien geworden ist.

Und hier das Lied Emina, das Nick seiner niederländischen Mutter und seiner bosnischen Schwiegermutter gewidmet hat.

Nick lebt seit einigen Jahren mit seinem bosnischen Freund in Sarajevo.

„Er musste wieder zurück“, sagt Nick zu Balkan Stories.

Seitdem gehört der niederländische Theaterregisseur und Schauspieler zu den wenigen Ausländern, die in Bosnien leben, die sich aufrichtig bemühen, ihre neue Heimat nicht nur kennenzulernen sondern auch der Welt näherzubringen.

„Ich bin oft überrascht, wie wenig meine eigenen Landsleute über ihre eigene Nachbarschaft wissen“, schildert Nick. „Deswegen hab ich es mir zur Aufgabe gemacht, ihnen meine Erfahrung in Bosnien und anderen Staaten im ehemaligen Jugoslawien näherzubringen.“

Unter anderem hat Nick seine Erfahrungen in einem Bühnenstück verarbeitet.

2019 hatte es Premiere im Kriegstheater von Sarajevo.

Es gibt viele Geschichten aus Sarajevo zu erzählen.

Von Tod und Angst, von Liebe und Hoffnung, von Schmerz und Genuss.

Nick ist auf einem guten Weg, sie zu erkunden.

Und uns daran teilhaben zu lassen.