Muharem Bazduljs gefeierter Roman Transit, Komet, Eklipse ist erstmals auch als e-book verfügbar. Außerdem hat der Wiener Seifert Verlag auch die gebundene Fassung dieses „Lichts in Europas Finsternis“ (literaturkritik.de) neu aufgelegt. Ein Balkan Stories Literaturtipp.

Ruđer Bošković, Europas vielleicht letzter Universalgelehrter, Maria Alexandra, ehrgeizige Schülerin aus Moldau und ein namenloser Dichter in Travnik sind einander nie begegnet.

Und finden ihre Schicksale doch verbunden in einem Netzwerk von beinahe dreihundert Jahren europäischer Geschichte.

Freilich durch eher lose Fäden, die der Dichter erst finden muss.

Hie Osten, da Westen. Da Licht, dort Dunkelheit. Oder umgekehrt. Je nach Betrachungsweise. Oder vielleicht alles im Dämmerzustand des Klischees.

Das ist kurz geschildert die Zusammenfassung von Transit, Komet, Eklipse.

Mit der deutschen Übersetzung dieses Romans hat Muharem Bazdulj auch im deutschsprachigen Raum vor knapp zehn Jahren auf sich aufmerksam gemacht.

(Eine ausführliche und lesenswerte Rezension findet ihr HIER.)

Der in Travnik geborene Schriftsteller lebt heute in Beograd und gilt als einer der präzisesten Analytiker der Ost-West-Narrative.

Und vermag es in diesem Rahmen stets die condition humaine neu auszuleuchten, vorzugsweise, aber nicht ausschließlich, vor historischem Hintergrund.

Erst vor wenigen Wochen hat der Wiener Seifert Verlag Transit, Komet, Eklipse auch als e-book herausgebracht.

Außerdem wurde die gebundene Fassung von Muharems gefeiertem Roman neu aufgelegt.

Dass das in die tiefgreifendste Krise der westlichen Welt seit Jahrzehnten fällt, ist Zufall.

Andererseits gibt es vielleicht keinen besseren Zeitpunkt, Muharems Werk zu entdecken.

Hat das Werk doch auch das Ziel, „eine europäische Finsternis zu erhellen“ (literaturkritik.de).

Das kann man brauchen, wenn wie jetzt düstere Wolken am Himmel stehen.

Titelfoto: Muharem Bazdulj. (c) Nebojsa Mandić