Rotes Kartonherz mit dem Foto von David Dragičević

Heute vor sechs Jahren wurde David ermordet

Am Montag jährt sich der Mord an David Dragičević in Banja Luka zum sechsten Mal. Aufgeklärt ist er bis heute nicht. Der 21-jährige Student ist längst zum Symbol für Korruption und Behördenversagen in Bosnien geworden – allen Versuchen zum Trotz, die einzuschüchtern, die für Gerechtigkeit für David kämpfen.

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Stolac

Die 26 vergeudeten Jahre von Muharem

Stolac in der Hercegovina gilt als gespaltene Stadt. Kroatische und bosnjakische Nationalisten machen einander das Leben schwer. Ausgerechnet der Tod eines Motorradrennfahrers könnte das ändern. Nicht der einzige Hoffnunggschimmer.

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Die Möwe aus dem Zwischenreich

Brčko ist Bosniens letzte wirklich gemischte Stadt. Im chronischen Drahtseilakt der beiden ethnisch dominierten Teilstaaten nimmt die Stadt an der Sava eine Sonderrolle ein. Die scheint ihr nicht zum Nachteil zu gereichen. Der schwierigen Geschichte zum Trotz. Reportage.

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Die wundersame Vermehrung der Serben

An der Stadtgrenze von Sarajevo provozieren serbische Nationalisten. An der Grenze von Istočno Sarajevo, das in der Republika Srpska liegt, haben sie Eingangsschilder aufstellen lassen, die behaupten, beinahe 160.000 ethnische Serben hätten Sarajevo verlassen müssen. Das ist Geschichtsfälschung.

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Wahlen: Bosnische Auffälligkeiten

Dass Bosniens Politik korrupt ist und das Land kaum zu regieren, liegt an der aufoktroyierten bosnischen Verfassung – und daran, dass so viele Menschen aus dem Land ausgewandert sind. Ein Blick auf die Detailergebnisse der Wahl vom vergangenen Sonntag zeigt: Es ist noch viel schlimmer als es scheint. Analyse.

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Thoughts on Dodik-Land

As those who caused the war in Bosnia are celebrating the „Day of Republika Srpska“ or Dan Republike Srpske on January 9th, this seems an appropriate occasion to take a look at what they are doing to the country again today. A short essay on Dodik-Land that hopefully helps explain the situation in Bosnia and Hercegovina.

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„Sonst wären wir nicht hier“

In Wiener Neustadt ist das Begräbnis des Mordopfers David Dragičević aus Banja Luka am Freitag zu einer Protestaktion gegen Korruption und Behördenwillkür in Bosnien geworden. Hunderte Menschen nahmen teil, ein Teil reiste aus Bosnien und der Schweiz an. Aus dem Behördenversagen ist die größte Protestbewegung seit der bosnischen Unabhängigkeit geworden.

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Sretan 8. Mart!

Wenn man die Oberfläche betrachtet, hätten die Frauen in den Nachfolgestaaten Jugoslawiens am 8. März, dem internationalen Frauentag, viel zu feiern: Frauen verdienen im Vergleich zu Männern deutlich mehr als im Westen. Erstmals seit 25 Jahren haben Frauen in der Politik wieder einflussreiche Positionen. Wenn man genauer hinsieht, sieht es düsterer aus.

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Justice for All

The protest movements Pravda za Davida and Pravda za Dženana may help change Bosnia’s dysfunctional system of governance. While they probably will not make the country’s system of corruption disappear anytime soon, they are likely to become a long-term threat to the country’s political establishment.

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„210 Euro Mindestlohn sind Politik zu viel“

Sozialabbau, weniger Kollektivverträge, weniger Lohn und weniger Rechte. Das hat die sich selbst als wirtschaftsfreundlich bezeichnende Politik in Bosnien auf internationalen Druck den Menschen gebracht, die von ihrer Arbeit leben müssen. Einer, der gegen diese Politik kämpft, ist Selvedin Šatorović, Vizepräsident des Dachverbands der Gewerkschaften in der Federacija, im bosnisch-kroatischen Teilstaats Bosnien. Balkan Stories hat mit ihm gesprochen.

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