Allen Widrigkeiten zum Trotz hab ich es nach Rožaje in Montenegro geschafft. Eine Stadt, über die ich nichts weiß und in der ich knapp 24 Stunden totzuschlagen habe. Beste Voraussetzungen, um das Beinahe-Abenteuer weitergehen zu lassen.

Die Verwirrung um meinen Bus in Rožaje hat sich gelegt.

Die Passagiere des kosovarischen Busses laden ihre Taschen in den montenegrinischen Bus ein. Oder lassen das den Co-Busfahrer tun.

Man hat verstanden: Der montenegrinische Bus setzt die Fahrt nach Podgorica fort. Warum das der kosovarische nicht kann, weiß niemand.

Ich habe meine Reisetasche im Gewirr vor dem Umladen gerettet. Ich möchte ungern, dass sie nach Podgorica weiterreist, wo ich ihren Inhalt in Rožaje brauche. Oder zumindest Wäsche für einen Tag.

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Nachdem ich meine Zigarette ausgeraucht habe, wird der Busbahnhof von Rožaje auch nicht schöner. Nur mein Magen knurrt etwas weniger.

Ich hänge mir die Reisetasche um und trotte Richtung Taxistand.

Der heißt vielleicht etwas hochtrabend „Taksi Stanica“. Ich lache.

Stanica wird nur im kroatischen Idiom für Haltestelle verwendet. Alle anderen Sprecher der Sprache ohne Namen sagen zu sowas Stajališta und zum Bahnhof Stanica.

„Woher kommst du“, fragt mich der Taxifahrer in der Sprache ohne Namen.

„Wien.“

„Wirklich? Aus Wien bist du? Was machst du denn hier? Bist du ein Unsriger? So siehst du gar nicht aus? Wie lange bleibst du?“

Ein Schwall Fragen prasselt auf mich herein, bevor wir aus dem Taxibahnhof auf die Hauptstraße eingebogen sind.

„Frag nur nach Benzinac“

„Wenn du jemals was brauchst, frag im Ort nur nach Benzinac. Unter dem Namen kennen mich alle“, sagt der redselige Zeitgenosse hinter dem Lenkrad des Taxis. Benzinac, der Benzinerne.

Wir fahren an einem Verkehrsschild vorbei, das vor Eselsgespannen warnt.

Benzinac drückt in seinem Audi aufs Gas.

Vor uns sind zwei Radfahrer unterwegs. Wir umfahren sie gefahrlos. Wie die Autos vor uns, die beide seltsamerweise Beograder Kennzeichen haben.

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„Du musst mich unbedingt auf einen Kaffee besuchen kommen“, sagt Benzinac. „Du bist ein super Kerl.“

Vom anschließenden Redeschwall verstehe ich nicht einmal die Hälfte. Zumal Benzinac auch beim Sprechen ein hohes Tempo zu bevorzugen scheint.

In einer der Halterungen des Autos steht eine Dose Red Bull.

Ich kenne und schätze balkanische Herzlichkeit und Gastfreundlichkeit. Nur, das geht selbst über das ortsübliche Maß weit hinaus und überfordert mich ein wenig.

„Wie weit ist es bis ins Hotel?“, frage ich, leicht verzweifelt. Neben Hunger hab ich auch ein gewisses Schlafdefizit.

In Prishtina habe ich gestern abend das eine oder andere Bier mit meinem Zimmerwirten und seinem Assistenten geleert.

Es wurde etwas nach Mitternacht. Mein Bus nach Peja fuhr um 7:30 los. Den ersten Kaffee hatte ich in Peja kurz nach 9.

„Wir sind gleich da“, sagt Benzinac und drückt nochmal aufs Gas.

Wieder keine Pečenjara

Die Häuser am Straßenrand werden weniger. Man sieht wunderschöne Wälder, die das Tal bis an die Bergspitzen einrahmen.

Pečenjara sehe ich keine. Die findet man hierzulande nur an den Ortsrändern. Ich habe es bis jetzt noch nie in eine geschafft. Überlands bin ich mit dem Bus unterwegs und die bleiben dort nie stehen. Und wenn, gibt’s grad keine Pečenja.

Beim Grand Motel bremst sich Benzinac sanft ein. Hier hat offenbar alles ein wenig ehrgeizige Namen.

„Wie viel kriegst du?“ frage ich Benzinac. Ich bin zu müde, auf den Taxameter zu schauen.

„Wie viel du willst“, sagt Benzinac. Ich schaue doch auf den Taxameter. Benzinac hatte ihn nicht einmal eingeschalten.

Ich gebe ihm vier Euro. Benzinac strahlt. Vermutlich hätte die Fahrt drei gekostet. Taxis sind in dieser Weltgegend spottbillig.

Er trägt meine Tasche zur Rezeption und bevor ich viel sagen kann, schärft er dem Rezeptionisten ein: „Das hier ist mein Freund. Wenn er ein Taxi braucht, ruft nur mich an.“

Keine Viertelstunde im Ort, schon hat dich der Taxifahrer unter Beschlag genommen.

Benzinac schreibt seine Nummer auf einen Zettel und schärft dem Rezeptionisten ein, in jedem Fall ihn und nur ihn zu rufen. Kurz glaube ich, dass er mich zum Abschied umarmen will. Es bleibt beim herzlichen Händedruck.

Benzinac rennt so schnell er spricht zum Taxi.

Pečenja gibt’s auch im Motelrestaurant nicht. Es werden sehr empfehlenswerte Kalbsmedaillons für etwa sechs Euro.

Ein günstiges Zimmer

Das Zimmer kostet zwölf Euro samt Frühstück. Oder vielleicht auch ohne Frühstück. Am nächsten Tag werden sie mir jedenfalls nichts für die Eier mit Rinderspeck verrechnen.

Ein Zimmer im Hotel Rožaje hätte aus unerfindlichen Gründen 70 Euro gekostet.

Dass der Röhrenfernseher im Zimmer nur rauschende Bilder zeigt, ist der einzige Minuspunkt im Grand Motel in Rožaje.

Neben der vielleicht nicht so berauschenden Aussicht. Aber ich will ohnehin keine Hotelferien machen. Ich bin wegen des Einreisestempels nach Montenegro gekommen.

Morgen will ich nach Novi Pazar in Serbien. Murat, einer meiner Wiener Stammwirte, hat mir dort seine Wohnung für ein paar Tage angeboten. Aus Prishtina dürfte ich nach Serbien nicht einreisen.

Ich muss über Montenegro nach Serbien.

Jetzt sitze ich im Motelzimmer einer Stadt, von der ich beim Durchfahren herausgefunden habe, dass sie zum Sandžak gehört.

Bis heute Mittag wusste ich nicht einmal, dass der bis nach Montenegro reicht.

Was der Reiseführer sagt

Im Reiseführer steht über Rožaje, dass man hier Pilze sammeln kann und es einen Bauernmarkt jeden Freitag gibt.

„Rožaje ist sicher keine schöne Stadt – freundlich und einladend ist sie aber auf jeden Fall, das fast völlige Fehlen historischer Bausubstanz und klassischer Sehenswürdigkeiten kann man da glatt verschmerzen.“

Resüme meines Reiseführers über Rožaje.

Autor Achim Wigand wurde offenbar nach Zeichen bezahlt. Was er uns sagen wollte: „Die Leute sind nett, sonst gibt es hier nichts zu sehen.“

Das werde ich überprüfen. Nachdem ich mein Schlafdefizit ausgeglichen und geduscht habe.

Benzinac ist zurück

Ich weiß nicht, was Benzinac gemacht hat, seitdem er mich vor vier Stunden im Grand Motel abgesetzt hat.

Vermutlich in Kreisen um das Motel gefahren.

Drei Minuten, nachdem ihn der Rezeptionist angerufen hat, dass ich ein Taxi brauche, ist er da.

Die Fahrt vom Taxibahnhof hat gut doppelt so lang gedauert.

„Das ist unsere Fabrik“, weist mich Benzinac auf einen verlassen wirkenden Komplex voller Hallen hin, die vor sich hinrosten. Sie scheinen an Bahngleisen zu liegen.

„Da arbeitet aber niemand mehr, oder?“, frag ich.

„Doch, doch“, sagt Benzinac. „Aber nicht mehr viel.“

„Und das ist unsere Kirche. Wir haben nur eine“, sagt Benzinac. Das Gebäude ist von einem Friedhof umgeben.

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Wer in der Stadt lebt

Er ist Serbe. Einer von 800 im ganzen Bezirk, der 22.000 Einwohner hat. In der Bezirkshauptstadt Rožaje leben um die 9.000 Menschen. Etwa 90 Prozent gelten als Bosnjaken bzw. muslimisch.

Die zweitgrößte ethnische Gruppe sind Albaner. Das merkt man an den Fastfood-Buden.

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„Es ist schon anders, wenn du unter Bosnjaken lebst“, sagt Benzinac. „Aber wir leben gut miteinander.“

Das zeigen auch die Bäume mit den Zetteln, in denen Bewohner über anstehende Begräbnisse informiert werden.

Muslime und Orthodoxe werden am gleichen Ort informiert.

Für eine so kleine Stadt sind es viele Benachrichtigungen. Gestorben wird viel in Rožaje, scheint es.

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Benzinac versucht, einige Anekdoten zu erzählen. Seine Sprechgeschwindigkeit macht es bei meinen rudimentären Sprachkenntnissen unmöglich, ihm zu folgen. Ich nicke.

Benzinac lässt mich am Anfang des Stadtzentrums raus. Ich gebe ihm wieder vier Euro. Wieder hat er den Taxameter nicht eingeschalten.

„Wenn du was brauchst, frag nach mir“.

Ein Gebrauchtwagenhändler lädt mich auf einen Kaffee ein

Ich sehe ein Schild mit der Aufschrift Museum und folge ihm auf die andere Seite des Ibar. Gleich am Büro der Demokratischen Partei vorbei.

Der Fluss und die Zubringerbäche sind regionsüblich zugemüllt. Umweltschutz gibt es hier nicht.

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Was ich vorfinde, ist ein verschlossener Turm. Öffnungszeiten sind nicht angeschrieben.

Von ein paar Metern weiter Kinderlärm und der Klang von Tritten auf einen Ball. Ich gehe den Geräuschen nach.

Die Kinder spielen auf einem zugemüllten Betonspielplatz. Die Basketballkörbe sind geknickt, die Fußballtore verschlissen. Am Spielplatz parkt ein Auto.

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Auf dem Weg zum Stadtzentrum spricht mich jemand auf Deutsch an. „Woher kommst du?“, fragt der Mann Ende vierzig, Anfang fünfzig.

„Aus Wien.“

„Wirklich? Komm, gehen wir auf einen Kaffee. Lass mich dich einladen“, sagt der Unbekannte in fließendem Deutsch.

Um die Ecke ist sein Stammlokal. Ein Pub mit Fußballübertragungen und wie’s scheint auch trinkbarem Kaffee. Nicht, dass Letzterer schwer zu bekommen wäre in dieser Gegend.

Wen Amel nicht nach Montenegro lassen würde

Der Fremde stellt sich mir als Amel vor. „Ich hab lange bei einem Autohändler in Deutschland gearbeitet“, sagt er.

Selbstständig gemacht hat er sich in der alten Heimat. „Ich kaufe gebrauchte Autos in Deutschland, Österreich und der Schweiz und verkaufe sie hier.“

„Und davon kann man leben?“

„Ja, hier kosten sie mehr als bei euch.“

Vor allem deutsche Marken gehen gut. Für einen 6-er-Golf kriegt man hier um die 9.000 Euro.

Die Reisen hat er gern sagt er. „Ich mag’s ja dort oben, auch wenn ich glücklich bin, dass ich wieder hier lebe.“

Nur an einem Ort fühlt er sich nicht wohl. „Die Bayern, die können mir gestohlen bleiben. Wie einen die bayrische Polizei behandelt, das ist eine Frechheit.“

Zu spüren bekommen hat er das vor allem Ende 2015, als wieder Grenzkontrollen an der bayrischen Grenze eingeführt wurden.

„Die Bundespolizei, die österreichische Polizei, die sind immer korrekt. Ein bayrischer Polizist? Da heißt’s gleich: Zeig mir den Pass! Kein Guten Tag, nichts.“

In München haben sie einmal in der Nacht aufgehalten. „Volles Programm, mit Alkoholkontrolle, Durchsuchung, alles. Das hat Stunden gedauert.“ Vermutlich habe es an seinem ausländischen Pass gelegen, sagt Amel.

Man kann sagen, dass er kein großer Fan der Bayern ist. „Hier ist jeder willkommen. Aber nicht die Bayern.“

Eine Kleinstadt wie andere auch

 

Der Reiseführer hat nicht übertrieben, dass Rožaje keine „klassischen Sehenswürdigkeiten“ hätte.

Nichts Einzigartiges, das einen durchschnittlichen Touristen ansprechen könnte.

Rožaje im hintersten Eck Montenegros ist eine Kleinstadt wie zehntausende andere Kleinstädte dieser Welt.

Immerhin hat sie einen eigenen Radiosender und ein Internetmagazin.

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Hier wohnen keinen reichen Menschen. Der Sandžak wurde jahrhundertelang vernachlässigt. Von den Osmanen. Von den Serben, von den Montenegrinern und von den Serben und Montenegrinern, als sie Jugoslawen hießen.

Die große Geschichte ist jahrhundertelang drübergefahren über die Menschen hier. Man war Spielball der Mächte. Nicht Akteur.

Nur einmal durften sie mitgestalten.

Als das jugoslawische Volk gegen die kroatischen und deutschen Faschisten aufstand, liefen die Sandžakaner in Scharen zu den Partisanen.

 

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Der Spomenik am Hauptplatz ehrt die, die bei der Befreiung der Stadt Rožaje am 30. September 1944 fielen.

Allein die Familie Murić gab an diesem Tag dreizehn ihrer Söhne für das Neue Jugoslawien.

Gedankt wurde es den Sandžakaner kaum.

Eine Gegend, links liegen gelassen

Auch, dass sie in den Embargojahren gegen Rest-Jugoslawien aus Serbien und Montenegro mit dem Schmuggel sicherstellten, dass die Wirtschaft irgendwie überlebte, ist heute vergessen.

In den Augen der meisten Einwohner der Nachfolgestaaten Jugoslawiens sind die Sandžakaner ohnehin Schmuggler und Mafiosi, egal, ob sie in Serbien oder Montenegro leben.

Montenegro gilt vielen Kritikern als Privateigentum des langjährigen Präsidenten Milo Ðukanović und seines Clans. Dem Clan werden übrigens profitable Tätigkeiten beim Schmuggeln an der Adriaküste nachgesagt.

Die Sandžakaner gelten selbst an diesen Verhältnissen gemessen als besonders clanverbunden.

Inwiefern das Klischee wenigstens teilweise Entsprechungen in der Realität hat und inwiefern es ein jahrhundertelang tradiertes Vorurteil ist, lässt sich aus der Außenperspektive schwer beurteilen.

Zumal nicht wenige Muslime hier selbst sehr gerne mit dem Stereotyp flirten.

Dass die Sandžakaner rückständig seien, gilt der Politik in Serbien wie in Montenegro jedenfalls seit jeher als willkommene Ausrede, die Region links liegen zu lassen.

Religion stößt ins Vakuum vor

In das Vakuum stoßen die muslimische Organisationen und die bosnjakisch-nationalistische SDA vor. Sie machen viel Aufhebens um die „muslimische Identität“ des Sandžak.

Der Rat der Muslime im Sandžak hat in der Stadt eine Dependance. Sie arbeitet offenbar eng mit einer Medresa zusammen, einer Kuranschule.

Man bemüht sich, im Ort sichtbar zu sein.

Ein paar Stunden nach meiner ersten Besichtigungsrunde werden Mitglieder eines muslimischen Vereins ein Zelt aufbauen und Werbung für die Religion machen.

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Das Interesse hält sich in Grenzen. Es kommen nur offensichtliche Sympathisanten.

Außer dem Zelt wirken am Hauptplatz nur eine Romni auf einer Parkbank gleich neben dem sozialistischen Spomenik und ihr Mann sichtbar muslimisch.

Er bettelt in märchenhaft übersteigerter Kleidung vor einem Teppich.

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Armut prägt die Stadt

Armut, Ergebnis der jahrzehntelangen Vernachlässigung, prägt die Stadt.

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Selbst das größte Fitnessstudio in der Stadt hat zugesperrt. Heute dient es als Autogarage.

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Warum jemand hier sein Auto parken will, erschließt sich nicht. Rožaje ist eine der wenigen Städte der Region, die keine akute Parkplatznot zu haben scheinen.

Einige Kioske haben zugemacht.

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Das einzige, was verlässlich geht, sind Casinos und Wettbüros. Je ärmer die Gegend, desto besser. Die Geißel des Balkan.

Und auch hier machen österreichische Banken dicke Geschäfte.

 

Dass es hier eher kleinstädtisch beschaulich zugeht, hat auch seine Vorteile. Verkehr gibt es kaum.

Die Kinder aus Ludwigshafen

Die Kinder spielen auf der Straße.

So wie zwei Geschwister aus Ludwigshafen und ihre lokalen Freunde. Sie haben noch Ferien. (Ich habe die Stadt im September besucht.) Die einen spielen Fußball, die anderen fahren Rad.

 

Als sie mich sehen, fragen sie mich sofort auf Deutsch, was ich hier mache.

Nicht, dass mir nicht bewusst wäre, dass ich in dieser Weltgegend sofort als Nicht-Hiesiger erkennbar wäre. Nur, Deutsch seh ich nicht aus. In Bosnien halten sie mich immer für einen Slowenen.

Aber vielleicht ist es auch die einzige Sprache außer der ohne Namen, die die Kinder kennen.

Sie sind beide in Deutschland geboren, erzählen mir die Geschwister. Ihre Eltern sind dorthin gezogen, um Arbeit zu finden.

Jeden Sommer sind sie ein paar Wochen hier auf Besuch zu Verwandten.

Das ist in Rožaje kein Einzelschicksal.

Der Polizist, der weg will

Als ich nach dem Abendessen wieder auf den Hauptplatz gehe und Lokal suche, das Alkohol serviert – die meisten Cafes tun das nicht -, spricht mich aus dem Schanigarten eines Bierlokals ein junger Mann auf Deutsch an: „Guten Tag, was machst du hier? Kann ich dich auf einen Kaffee einladen?“

Er ist Fernfahrer für eine Hamburger Spedition. Und hier auf Heimatbesuch.

Es gesellt sich schnell eine Gruppe Freunde zu uns. Unter anderem ein junger Polizist. Er lernt gerade in der Abendschule Deutsch.

„Weißt du, was ich tun muss, damit ich in Wien Polizist werden kann?“, fragt er mich. „Suchen die dort Leute?“

Selbst wer einen fixen Arbeitsplatz hat, will weg von hier.

Einige seiner Bekannten zücken im Verlauf unserer Unterhaltung ihre Telefone. „Du, komm vorbei. Ich sitz hier gerade im Kaffee mit einem Typen aus Wien!“

Viele Touristen scheint es nicht zu geben in Rožaje.

Den ersten Teil des Beinahe-Abenteuers könnt ihr hier nachlesen.

Und hier findet ihr eine Reportage aus Novi Pazar, dem Endpunkt der beinahe abenteuerlichen Reise.