Revolution ohne Bahnsteigkarte

In Beograd spielt sich eine Groteske um ein Wandgemälde ab, das den verurteilten Völkermorder Ratko Mladić zeigt. Eine Menschenrechtsorganisation hat bei der Polizei um Genehmigung gebeten, es übermalen zu dürfen. Die Polizei untersagte. Antifaschisten nahmen derweil die Sache in die eigene Hand.

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Den Arabern das Schwert

Eine Statute des serbischen Nationalheiligen Stefan Nemanja soll die Beograder dafür entschädigen, dass ein ganzes Stadtviertel rund um den ehemaligen Hauptbahnhof einem Milliardenspekulationsgeschäft mit Immobilien geopfert wurde. Die Entstehungsgeschichte des offenkundig sündhaft teuren Projekts scheint freilich eine nahtlose Fortsetzung des korruptionsverdächtigen Projekts „Belgrade Waterfront“ zu sein.

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Eine Geschichte, die ich nicht erzählen will

Vier tote Passantinnen und Passanten, mehr als ein Dutzend Verletzte. Das islamistische Attentat Montagabend in Wien macht traurig, ratlos, wütend. Die Berichterstattung des Boulevardblatts Österreich ebenso. Ein Kommentar über schwer zu fassendes und das wirklich Schreckliche.

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„Wie ein Packerl Müll“

Das Skandalflüchtlingslager von Vučjak bei Bihać in Bosnien ist weder Zu- noch Unfall. Dass Menschen in einem Lager interniert werden, ihnen die Verantwortlichen Wasser und Essen streichen, ist Ergebnis einer langen Eskalationspolitik. Begonnen hat sie mit menschenfeindlicher Rhetorik. In einer aufrüttelnden Rede hat das Aktivist Petar Rosandić (alias Kid Pex) herausgearbeitet. Hier gibt es sie zum Nachsehen.

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„Alle haben ihn angerufen“

Der am Sonntagmorgen verstorbene kroatische Sänger Oliver Dragojević war eine Legende zu Lebzeiten. Für Balkan Stories erinnert sich der kroatische Musikjournalist und Schriftsteller Vid Jeraj an ein Gespräch mit dem Sänger. Und versucht ihn in seinem kurzen und literarischen Kommentar kritisch wie würdigend einzuordnen.

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Quergelogen

Österreichs Konservative werden nicht müde, die Verbrechen der Ustaša im Zweiten Weltkrieg zu verharmlosen. Ein besonders übles Beispiel ist der Journalist Karl-Peter Schwarz, dem die konservative Tageszeitung „Die Presse“ mit einem Gastkommentar zu Bleiburg eine Plattform für seinen Revisionismus gibt.

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Wie Österreich den Balkan vernichtet

In heimischen Betriebskantinen und auf den Mittagsmenüs heimischer Restaurants wird regelmäßig der Balkan grausamst vernichtet. Den Österreichern nicht zur Ehre gereichend, bleibt dieses Kulturbanausentum meist konsequenzenlos. Eine nüchterne Polemik.

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Herr Kardinal, sind Sie noch bei Trost?

Christoph Schönborn, Kardinal von Wien, hat heute in Sarajevo bei einer Sitzung der Bischofskonferenz das Kreuz wörtlich als Friedenszeichen bezeichnet. Angesichts der religiös-nationalistischen Spannungen im Land fragt sich vermutlich nicht nur dieser Autor, ob der Herr Kardinal bei Trost ist.

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Machen wir’s wie die Griechen

Die Griechen machen’s vor: In Athen sind Zehntausende auf die Straße gegangen, um zu verhindern, dass Mazedonien einen Namen haben darf, in dem das Wort Mazedonien vorkommt. Das sollten wir als Aufruf verstehen, uns über die wichtigen Dinge zu streiten. Eine kleine Auswahl.

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