Sretna Nova Godina

Balkan Stories wünscht all seinen Leserinnen und Lesern ein erfolgreiches Neues Jahr. Und hofft als größter deutschsprachiger Blog über den Balkan auf eure Unterstützung, um euch auch 2025 interessante und relevante Reportagen und Hintergrundgeschichten bieten zu können.

2024 war ein erfolgreiches Jahr, auf das Balkan Stories zurückblicken kann. Sowohl von den Zugriffen wie von den Besuchern her war es das bislang dritterfolgreichste seit der Gründung 2015.

Auf das größte Interesse ist eine Reportage über Azra gestoßen, die unermüdliche Flüchtlingshelferin aus Sarajevo.

Knapp dahinter eine traurige Nachricht, die Balkan Stories seinen Lesern bringen musste. Im April starb Andrej Mohar, der kärntnerisch-slowenische Aktivist und aufrechte Antifaschist.

Mitgefiebert haben wie Menschen aus dem ganzen ehemaligen Jugoslawien auch viele von euch beim Verschwinden der zweijährigen Danka Ilić nahe Bor in Serbien. Der Fall nahm leider eine tragische Wende. Gemeinsam mit Kooperationspartner KOSMO bot Balkan Stories die ausführlichste Berichterstattung im deutschsprachigen Raum.

Ganz exklusiv im deutschen Sprachraum waren die regelmäßigen Berichte über die (halb-)wiedervereinte Megaband Bijelo Dugme aus Sarajevo – ob es um Spekulationen zur bevorstehenden Reunion zum 50- Jubiläum ging oder kürzlich um die bemerkenswerte Cover-Version des Bijelo Dugme-Songs Top durch das slowenische Kollektiv Laibach.

Warum die Band bis heute relevant ist, könnt ihr übrigens in dieser Geschichte nachlesen.

Im letzten Fall war Balkan Stories übrigens das erste Medium, das überhaupt eine Stellungnahme von Laibach einholte und auch sonst recherchierte – und nicht wie sogar Musikmagazine einfach nur von den Social Media Accounts beider Bands abschrieb,

Auf großes Interesse stieß auch die Reportage über die grotesken Bausünden in der albanischen Hauptstadt Tirana.

Ein Thema, das viele bewegt hat, sind auch die ausführlichen Analysen von Balkan Stories zum gar nicht mehr so schleichenden demografischen Kollaps am Balkan. Siehe etwa hier. Oder siehe diese Analyse der Volkszählung in Montenegro, die unterwarteterweise sogar ein kleines Bevölkerungswachstum aufzeigte und sonst mit einigen Überraschungen aufwarten konnte.

Auch das ist im deutschsprachigen Raum so sonst nirgends zu lesen.

Damit diese Geschichten relevant bleiben, brauchen sie Leser.

Facebook und Google machen es immer schwieriger, Leser zu finden

Hier ist das vergangene halbe Jahr deutlich schwieriger geworden für nicht-kommerzielle Blogs, wie es Balkan Stories ist.

Die Algorithmen von Facebook machen externe Links generell deutlich schwerer sichtbar als das früher der Fall war. Bei kleinen Medien wie diesem trifft das umso mehr zu.

Auch Google hat seine Alogrithmen zum Nachteil kleinerer Seiten geändert.

Klar, beide verdienen mit Werbekunden ihr Geld. Kleine Medien spielen für sie keine Rolle.

Das hat etliche der neueren Geschichten auf dieser Seite schwerer zu finden gemacht als das früher der Fall war. Und sorgt dafür, dass Artikel, an denen ich teilweise mehrere Tage gearbeitet habe, nur zwei oder drei Dutzend Leser finden. Früher wären es deutlich mehr gewesen.

Dass die Zahl der Besucher wegen vorwiegend externer Umstände tendentiell sinkt, macht Gegenmaßnahmen erforderlich – zumindest, so lange Balkan Stories relevant bleiben soll.

In den nächsten Monaten wird etwa eine Search Engine Optimisation (SEO) anstehen. Das ist etwas, wovon ich keine Ahnung habe, und das ich als externe Dienstleistung kostenpflichtig buchen werde müssen.

Das vor dem Hintergrund, dass Balkan Stories keinerlei Einnahmen über Werbung oder Sponsoren hat.

Wie ihr Balkan Stories unterstützen könnt

Glücklicherweise haben in den vergangenen Monaten einige Leserinnen und Leser über Buy Me A Coffe gespendet – besonderen Dank hier an Kramar und an Dagmar Schulz – , aber das reicht gerade einmal, um die Kosten für den WordPress-Account, Mailprogramm und URL zu zahlen.

SEO und tendentiell Aufrüstung auf ein Premium-Modell bei WordPress würden beide helfen, Balkan Stories sichtbarer und damit relevanter zu machen – und würden ein Vielfaches kosten.

Davon, dass ich die gesamte Ausrüstung und Reisekosten die vergangenen neun Jahre lang aus eigener Tasche gezahlt habe, rede ich noch gar nicht.

Ja, das ist richtig: Ich habe für euch nicht nur völlig kostenlos gearbeitet sondern auch sehr viel eigenes Geld in dieses Projekt gesteckt. Das ist auch OK. Ich bin leidenschaftlicher Journalist, und Balkan Stories ist zu einer Herzensangelegenheit für mich geworden.

Nur erreiche ich langsam finanziell wie technisch die Grenzen dessen, was ein Mensch alleine leisten kann. Ohne eure Unterstützung wird es mittelfristig kaum möglich sein, dass Balkan Stories relevant und sichtbar bleibt.

Da geht es nicht nur ums Geld und das geht nicht nur mit Geld.

Wenn euch Balkan Stories ein Anliegen ist, könnt ihr mich auch ganz ohne Geld unterstützen.

Je mehr Likes und Kommentare ein Artikel hat, je öfter er geteilt wird, als desto relevanter stufen ihn Social Media und Suchmaschinen ein. Und desto mehr Leser finden er und die Seite, auf der er erschienen ist, kurz- wie langfristig.

So funktionieren die Algorithmen nun mal.

Wenn euch meine Geschichten – oder auch nur einer meiner Artikel – gefällt, würdet ihr mir sehr helfen, wenn ihr ein Like da lasst, ihn kommentiert, ihn auf euren Social Media-Kanälen teilt oder direkt an andere Menschen schickt, von denen ihr glaubt, dass sie sich dafür interessieren könnten.

Und wenn ihr diesen Blog direkt abonniert, erhaltet ihr auch ganz ohne Google, Facebook und Co jedes Mal eine Benachrichtigung, wenn hier eine neue Geschicht erscheint.

Das wäre eine große und unverzichtbare Hilfe, um mit meinen Geschichten mehr Menschen zu erreichen.

Schließlich schreibe ich ja auch nicht um Beschäftigungstherapie zu betreiben sondern um Menschen eine Freude zu machen, sie über Relevantes zu informieren und hoffentlich zum Nachdenken zu bringen.

Um das weiter zu erreichen, brauche ich eure Untertützung.

Danke.

Und: Sretna Nova Godina!

Wenn ihr mich auf Buy Me A Coffee unterstütztn wollt – hier geht’s zur Seite. Ihr könnt sowohl Einzelspenden hinterlassen wie Dauerabo ab einem Euro pro Monat abschließen.

Hvala lijepo!

Titelfoto: Ich mit einem neu ausgestellten Pass von Mini-Jugoslavija. Foto: Feđa Kiselički


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4 Gedanken zu “Sretna Nova Godina

  1. Rutsch gut ins neue Jahr, lieber Chris! Man merkt, wie viel Herzblut du in deinen Blog und deine Recherche steckst. Es ist immer schön und bereichernd, deine Artikel zu lesen. 😃
    Viele, liebe Grüße, Eva

  2. Facebook ist echt deprimierend. Jede dahergelaufene Katze ist dort populärer als unsere Blogs. :/

    Ich finde auch krass, wie sehr die Zugriffszahlen von einzelnen Zufällen abhängen. Wenn irgendein Typ in Brasilien einen unserer Artikel in eine dortige Facebook-Gruppe oder auf Reddit stellt, gehen die Zahlen für einige Tage plötzlich durch die Decke. Das bringt dann statistisch mehr als all das eigene Teilen und Bewerben.

    Manchmal denke ich mir, es wäre am besten, diese Statistiken gar nicht mehr anzugucken. Einfach das schreiben, wonach uns der Sinn steht. Vollkommen losgelöst davon, ob es irgendjemanden interessiert.

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