Die Stimme Jugoslawiens ist gestern verstummt. Jadranka Stojaković starb in Banja Luka an den Folgen einer Behinderung, die sie sich bei einem Unfall zugezogen hatte. Berühmtheit erlangte sie nicht nur durch ihre Sevdalinke und Chansons sondern auch als Sängerin des Titelsongs der Olympischen Winterspiele in ihrer Heimatstadt Sarajevo.

Mit diesem Auftritt wurde Stojaković gleichsam zur Stimme Jugoslawiens während des Goldenen Moments in der Geschichte des Landes und ihrer Heimatstadt.

Begonnen hatte die 1950 geborene Sängerin ihre Karriere in den 1960-ern, in der Jazzgruppe ihres Onkels Vukašin Radulović. In den 1970-ern erlangte sie Berühmtheit als Singer/Songwriter, sehr häufig von Liedern in der Tradition der bosnischen Sevdalinka.

Stojaković galt als eine der talentiersten Sängerinnen Jugoslawiens.

1988 zog sie nach Japan, wo sie bis zu einem Bühnenunfall im Jahr 2011 lebte. Bei dem zog sie sich eine schwere Verletzung zu, die eine neuro-motorische Störung zu Folge hatte. Daran dürfte Stojaković am Dienstag verstorben sein. Zuletzt hatte sie in Banja Luka gelebt.

Als ihr bekanntestes Lied gilt „Sve smo smogli mi (Alles, was wir getan hätten)“.