Džo, der Unbeugsame.

Džo, der Baggerfahrer, ist tot. Er war eine Legende der serbischen Protestbewegungen. 20 Jahre lang setzte er sich auf der Straße für Demokratie und Zukunftsperspektiven für die jungen Menschen in Serbien ein. Gegen jede Regierung, die es seitdem im Land gegeben hat. Bis zum letzten Tag. Beugen musste sich der 77-Jährige nur dem Tod.

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Nach dem Applaus die Kochtöpfe

In Serbien formiert sich inmitten der Corona-Krise eine Protestwelle. Anders als im Westen wird sie nicht von Obskuranten und Rechtsextremisten dominiert. Nicht erfundene Verschwörungen sollen bekämpft werden sondern die Missstände im Land. Mitten in der nächtlichen Ausgangssperre haben sich Menschen aus ganz Serbien angeschlossen.

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Serbische Polizei verhaftet Journalistin nach kritischem Bericht

Die serbische Polizei hat in der Nacht auf Donnerstag Journalistin Ana Lalić festgenommen. Ana hatte auf dem Portal Nova.rs einen Bericht über die Zustände im Spital von Novi Sad veröffentlicht. Dort fehlt dem Personal grundlegende Schutzausrüstung gegen Corona. Erst Donnerstagvormittag wurde sie freigelassen.

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Serbien: Die verdrängten Mithelfer

SS, deutsche Wehrmacht und örtliche Kollaborateure ermordeten bis zu 80 Prozent der jüdischen Jugoslawen. Und zehntausende jugoslawische Roma. Vor allem die örtliche Mittäter- und Mithelferschaft wird gerne verdrängt oder schöngeredet. Das ist auch Fehlern in der jugoslawischen Erinnerungspolitik geschuldet. Ein Beitrag von Max Bitter.

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Helfen, Leben zu retten

In zwei Gemeinden im bitterarmen Ostserbien ist die Gesundheitsversorgung in Notfällen entscheidend verbessert worden. Seit wenigen Tagen ist dort ein modernes Rettungsfahrzeug im Einsatz, das tausenden Menschen zugute kommt. Finanziert wurde es von der Gemeinde Wien, dem Samariterbund und dem Magazin KOSMO.

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„Ehrenmedaille für den Patriarchen“

In den meisten Nachfolgestaaten Jugoslawiens sind Religionsgemeinschaften zu einer Stütze der nationalistischen Renaissance geworden. Sie werden von den Machthabern hofiert. Auch in Serbien. Nicht alle Menschen lassen sich das gefallen. Balkan Stories hat mit zwei Menschen gesprochen, die gegen die Symbiose von politischer und religiöser Macht aufbegehren.

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Ein Pferd wartet fast ganz alleine

Serbiens bekanntestes Pferd vereinsamt. Es ist Opfer des Umbaus des Trg Republike in der Hauptstadt Beograd geworden. Warum der Platz überhaupt neu gestaltet werden soll, erschließt sich den meisten Einwohnern der Stadt auch nicht recht.

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Nišer Straßenszene. 2019.

Dinge, die man in Europa nicht sehen möchte. Ein Nachmittag in Niš. Der Kampf zwischen einem Kellner und drei Brüdern, im Hinter- und machmal im Vordergrund Straßenhunde. Für die Brüder geht’s ums Überleben.

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Vier von fünf Millionen

Unter dem Slogan „1od5miliona“ (Einer von fünf Millionen) hat die serbische Zivilgesellschaft die größten Proteste seit Langem organisiert. Diesmal stellt sich auch die Opposition fast geschlossen dahinter. Allein vergangenen Samstag marschierten 40.000 Menschen durch die Beograder Innenstadt. Balkan Stories hat mit mehreren Teilnehmern gesprochen.

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Kind für einen Augenblick

Ein etwa zehnjähriges Roma-Mädchen arbeitet an einem Sonntagvormittag auf den Straßen Beograds für seinen Lebensunterhalt. Und ernährt vermutlich die Familie mit. Für einen Augenblick wenigstens darf es Kind sein. „Kind für einen Augenblick“ weiterlesen