Im Drama um die vermisste zweijährige Danka Ilić aus Bor lassen Polizei und Helfer auch am siebten Tag nichts unversucht, um das Mädchen zu finden, weder in Serbien noch in den Nachbarstaaten. Die Suche nach Danka läuft mittlerweile weltweit – auch in Österreich.
Bislang hat die österreichische Polizei die zwei Frauen nicht gefunden, die vor zwei Tagen im Wiener Stadtzentrum ein Mädchen begleiteten, das der verschwundenen Danka Ilić aus Bor sehr ähnlich sieht.
Die österreichischen Behörden fahnden intensiv nach den beiden und dem Mädchen.
Von den Frauen und dem Kleinkind gibt es ein Video. (Balkan Stories berichtete.) Gemacht hat es ein Serbe, der in Wien lebt.
Nach seinen Angaben lief das kleine Mädchen von den zwei Frauen weg. Die riefen es. Die Kleine reagierte nicht.
Ihm fiel die Ähnlichkeit mit Danka auf, und er filmte die Szene mit dem Telefon.
Laut seinen Aussagen dürften die zwei Frauen Rumäninnen sein. Er hätte sich mit ihnen weder in seiner Sprache noch auf Deutsch verständigen können, als er nachfragte.
Laut Polizeisprecher Markus Dittrich verging allerdings viel Zeit, bis die österreichische Polizei das Material hatte. Der Zeuge übermittelte es zuerst an die serbische Polizei, die dann so schnell wie möglich die österreichischen Kollegen verständigte.
„Wir haben viel Zeit verloren“, zitiert die serbische Blic Dittrich. Zwischen der Aufnahme und dem Eintreffen des Materials vergingen zehn Stunden. In der Zwischenzeit hätten die Frauen auch ausreisen können – etwa nach Ungarn oder Rumänien.
Das Wiener Video ist eine schwache Spur – aber eine, die Allen Hoffnung macht, dass Danka noch leben könnte.
Mehr als 1.000 Einsatzkräfte suchen in Banjsko Polje nach Danka
Das gilt auch und vielleicht vor allem für die um die 1.000 Polizisten, Rettungs- und Feuerwehrkräfte und freiwilligen Helfer, die seit 26. März die Umgebung der Vikendica in Banjsko Polje durchsuchen, aus der Danka verschwunden ist. Einige kommen auch aus Bosnien und Kroatien.
Polizisten haben mehrfach auch in jedem Haus in der Umgebung nach der verschwundenen Zweijährigen gesucht, berichten serbische Medien.
Ein eher weniger Hoffnung machendes Detail ist, dass Einsatzkräfte am Montag auch eine Mülldeponie durchsuchten, die etwa dreieinhalb Kilometer von dem Ort entfernt ist, von dem Danka verschwunden ist.
Am Montag schrieb Interpol die Suche nach Danka weltweit aus. Sie gilt als so genannte Yellow Notice Das betrifft Verschwundene, die sich nicht selbst artikulieren können.
Interpol hat weltweite Suche eingeleitet
Interpol appelliert mit dem Schritt an Alle, sich an lokale Polizeibehörden zu wenden, wenn sie glauben, das Mädchen zu sehen, oder sonst etwas über das Verschwinden Dankas zu wissen.
Die lokalen Behörden leiten diese Informationen so schnell wie möglich an Interpol weiter. Die internationale Polizeiagentur koordiniert zentral weitere Maßnahmen – und stellt etwa Amtshilfeersuchen.
Das trägt erste Früchte.
Montagabend folgte das montenegrinische Innenministerium dem Aufruf von Interpol. Es appellierte an alle Einwohner des Landes, sich bei der Polizei zu melden, sollten sie glauben, Danka gesehen zu haben.
An den Grenzübergängen zwischen Serbien und Ungarn hängen mittlerweile Fahndungsplakate mit Bildern der Kleinen.
Auch wenn Danka mittlerweile sieben Tage verschwunden ist – niemand will die Hoffnung aufgeben, dass sie lebt, und dass sie zu ihrer Familie zurückgebracht wird.
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