„Bečka perspektiva“ – „Wiener Perspektive“. So heißt ein neuer Song der bosnisch-wienerischen Sängerin Daša Andrić. Das Lied schildert die österreichische Hauptstadt aus Sicht von Studenten aus dem ehemaligen Jugoslawien.

Dass das Studentenleben lustig sei, behaupten höchstens Über-70-Jährige, die nicht mitbekommen haben, dass sich die Welt geändert hat.

Der Großteil der Studenten in Österreich braucht mindestens einen (Neben-)Job, um sich finanziell über Wasser zu halten.

Studieren und arbeiten – 60-Stunden-Wochen sind da keine Seltenheit.

Doppelt so hart ist es für Studierende aus nicht so reichen Ländern. Wie aus den Nachfolgestaaten Jugoslawiens.

Sie müssen parallel Deutsch lernen, müssen nachweisen, dass sie über genügend Geld verfügen, um in Österreich zu bleiben. Studiengebühren zahlen müssen sie obendrein.

Wie sich der Alltag einer Studentin aus Ex-Jugoslawien gestaltet, behandelt das Lied „Bečka perspektiva“ der Wiener Sängerin Dragana Daša Andrić. Sie kam selbst als Studentin nach Wien.

Sie gibt mit dem Lied tausenden Studentinnen und Studenten aus dem Balkanländern eine Stimme.

Entsprechend groß ist die Resonanz, die das Video zum Song erfährt.

Ganz depressiv ist der Song trotzdem nicht.

Nur Lernen und Arbeit – das sei die Wiener Perspektive, heißt es im Text. Nur, ohne Wien wäre die Perspektive ganz grau.

Getextet wurde der Song nach der Melodie „Perspektiva“ der Band S.A.R.S. von Vladan Andrić. Er ist der Vater von Daša Andrić.

Bečka perspektiva

Text: Vladan Andrić

Interpretation: Daša Andrić

Titelbild: Majda Turkić