Die Wahrheit über Arnold und andere Sensationen

Was immer ihr über den bekanntesten Österreicher der Welt zu wissen glaubtet, könnte falsch sein. Das legen neu aufgetauchte Videoaufnahmen aus Doboj nahe. Für eine Sensation in den USA sorgt unterdessen auch ein Film eines Regisseurs aus Zenica.

Es ist wohl der größte kommerzielle Erfolg in der aufsehenerregenden Karriere von Danis Tanović.

Der Thriller „The Postcard Killings“ des in Zenica geborenen Regisseurs ist in den USA der meist gesehene Film auf Netflix.

Innerhalb von nur zwei Tagen sei der Film rund um die Ermittlungen von Jacob Kanon (Jeffrey Dean Morgan) im Mord an seiner Tochter von Platz acht auf Platz eins der Netflix-Charts geklettert, berichtet die bosnische Tageszeitung Oslobodjenje.

Von den Schützengräben in Sarajevo über den Auslands-Oscar für No Man’s Land zur Spitze eines der größten Streamingdienste der Welt – Tanovićs Filmkarriere kann man zurecht eine steile nennen.

Auch wenn die Kritiker „The Postcard Killings“ nicht sonderlich schätzten, dass der Regisseur des derzeit erfolgreichsten Films auf Netflix in den USA Bosnier ist, ist eine äußerst positive Nachricht aus der und für die Region und wird wohl Menschen im gesamten ehemaligen Jugoslawien Freude bereiten.

Die Wahrheit made in Doboj

Ebenfalls viel Freude bereitet gerade das Kollektiv Doboj Funzone mit seinen Enthüllungen über den bekanntesten Österreicher der Welt.

Es deckt auf in einem Video, dass Arnold Schwarzenegger eigentlich gar nicht Arnold Schwarzenegger ist.

Im Gespräch mit Elon Musk enthüllt Arnie, dass er Aranđel Crnojević heißt und aus Montenegro kommt.

Als ob das nicht offensichtlich wäre.

Das Video wurde – wenig überraschend – mit AI erstellt.

Es setzt eine Reihe von AI-Videos fort, in der Elon Musk im bosnischen Idiom der Sprache ohne Namen vor sich hinplaudert.

Der ernste Hintergrund der Satire

Mit den Arnie-Videos (es gibt auch einen Teil 2) nimmt Doboj Funzone die balkanische Eigenart aufs Korn, bekannten Menschen balkanische Wurzeln anzudichten, und seien sie auch mythische Persönlichkeiten.

So kursiert offenbar ernsthaft die Theorie, König Artus sei eigentlich in Igrane in Kroatien geboren worden.

Die Tourismuswirtschaft Igranes feiert das seit geraumer Zeit auch mit Veranstaltungen ab. Im Vorjahr kamen etwa 3.000 Menschen zur „König Artus Nacht“ – was der Stadt viel Geld einbrachte, aber nicht ausschließlich zur Freude gereichte.

Serben und Kroaten – zumindest manche – streiten zu Weihnachten und Ostern auch gelegentlich, ob Jesus Serbe oder Kroate gewesen sei.

Bisher ist es mir nicht zweifelsfrei gelungen, festzustellen, ob das Satire ist oder nicht. Siehe etwa diesen Artikel der kroatischen Tageszeitung Dnevnik aus dem Jahr 2013.

Ich werde dem auf den Grund gehen und dieser eher skurrilen Geschichte beizeiten einen wohlrecherchierten Artikel widmen.

Wenn euch dieser Beitrag gefällt…

Wenn ihr meine Arbeit unterstützen wollt, könnt ihr das ab sofort auf Buy Me A Coffee tun. Und wenn euch dieser Beitrag gefällt, bitte teilt ihn auf euren sozialen Netzwerken, lasst ein Like da oder kommentiert.


Entdecke mehr von balkan stories

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Kommentar verfassen