Wie das bosnische Magazin Buka aufdeckt, sind die Gastronomen auf der kroatischen Insel Brač offenbar unter die Diebe gegangen. Wie viel dort eine Portion Ćevape kostet, löst nicht nur in Bosnien Ungläubigkeit und Wutanfälle aus.
17 Euro für eine Portion Ćevape. 17 Euro.
Anstand und guter Geschmack weigern sich, das zu glauben.
Aber es ist so auf der kroatischen Insel Brač vor Split.
Das dokumentiert das bosnische Magazin Buka.
Bei allen Versuchen von Reporter Slađan Tomić, die hohen Preise zu rationalisieren, merkt der Leser: Bis zum Ende kann er selbst nicht glauben, wie unverfroren die Gastronomen auf der Insel sind.
Ja, auf den Inseln ist es immer teurer.
Das Essen muss erst dorthin geliefert werden. Das kostet.
Ja, die vielen Touristen treiben auch die Preise in die Höhe.
Aber es muss Grenzen geben, und seien es strafrechtliche.
17 Euro für eine Portion Ćevape, man kann diese Ungeheurlichkeit gar nicht oft genug aussprechen.
17 Euro für eine Portion Ćevape.
In der Baščaršija in Sarajevo kostet eine kleine Portion fünf Mark. Das sind 2,50 Euro.
Gehen wir gnädigerweise davon aus, dass die Strauchdiebe von Brač 17 Euro für zehn Stück verlangen, das ist eine große Portion, ist das immer noch mehr als dreimal so teuer wie im touristischsten Viertel Sarajevos.
Freilich, in Bosnien sind Ćevape Grundnahrungsmittel.
In Kroatien sind sie es aus gutem Grund nicht.
Wer bitte, isst schon in Kroatien oder Serbien ohne Not Ćevape? Ausgenommen in Restaurants, die nachweislich von Bosniern betrieben werden?
Die Vorstellung alleine ist schon ein Verstoß gegen die guten Sitten.
Essen tun das westliche Massentouristen, wie auch ein Gastronom sagt, den Buka zitiert.
Die wissen’s nicht besser.
Man mag jetzt diskutieren, ob die westtouristische Ignoranz eine Entschuldigung für diese Barbarei sein kann, und man mag von einem ethischen Standpunkt aus festhalten, diese Barbaren hätten es auch gar nicht anders verdient, als ausgesackelt zu werden.
Das alles ändert nichts an der Ungeheuerlichkeit des Preises.
Man kann das nur mehr als Verbrechen bezeichnen.
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Hm, gut, das ist schon Wucher, aber kein Verbrechen (vielleicht ist das im Artikel ironisch gemeint), aber beim Besuch der Verwandtschaft in Zagreb neulich gab es beinahe überall Ćevape
https://magazinska-klet.hr/jelovnik-magazinska-klet-pri-staroj-smokvi/
oder
https://koddede.com.hr/hr/glavna-jela/
Und gezwungen sah niemand aus -ausser mir, weil es weiterhin zu selten vegetarische Kost gibt. 😵💫 Allerdings habe ich nicht geprüft, ob die Betreiber bosnisch sind, weil mir das egal ist, denn gute Küche kennt keinen Pass und keine Grenzen. 🤩
Hm, gut, das ist schon Wucher, aber kein Verbrechen (vielleicht ist das im Artikel ironisch gemeint), aber beim Besuch der Verwandtschaft in Zagreb neulich gab es beinahe überall Ćevape.
Und gezwungen sah niemand aus -ausser mir, weil es weiterhin zu selten vegetarische Kost gibt. 😵💫 Allerdings habe ich nicht geprüft, ob die Betreiber bosnisch sind, weil mir das egal ist, denn gute Küche kennt keinen Pass und keine Grenzen. 🤩