Ein Bäcker in der bosnischen Stadt Tuzla will mit offensichtlich barbarischen Methoden eine Kulturrevolution herbeiführen. Das deckt das Nachrichtenportal N1 auf. Die Aufregung ist groß.
Als ob es die Menschen in Bosnien nicht schon schwer genug hätten: Massenarmut, systemische Korruption, Auswanderung und nicht zuletzt klerikalnationalistische Parteien, die ethnische und religiöse Spannungen künstlich am Leben erhalten.
Ein Bäcker in Tuzla will den Bosniern offenbar auch eine ihrer liebsten Traditionen nehmen.
In einem Akt bewusster Barbarei und Provokation verkauft er in seinem Geschäft Burek mit Nutella.
Wer es nicht glauben mag – das Nachrichtenportal N1 hat es dokumentiert.
Das stellt selbst die Angriffe montenegrinischer Fußballfans auf die nationale Kultur Bosniens vom Vorjahr in den Schatten.
Dass ein Kilo dieser Monstrosität zwölf Mark kostet, macht die Sache nicht besser.
Die Aufregung reicht weit über Tuzla hinaus. Die Empörung hat das gesamte Land erfasst – in allen beiden Teilstaaten.
Unter den wenigen Dingen, auf die man sich in Bosnien einigen kann, ist eines sozusagen heilig und unhinterfragbar: Burek je sa mesom.
Burek ist mit Fleisch.
Alles andere ist Pita.
Egal, ob Bosnjake, Kroate, Serbe oder Bosnier sonstiger ethnischer Zugehörigkeit oder Nicht-Zugehörigkeit: Das ist Gesetz.
Und vielleicht das einzige Gesetz im Land, auf dessen Einhaltung bestanden wird.
Wahrscheinlich ist der Bäcker von Tuzla Sandžaklija.
Dass bei ihm daheim derartige Barbareien Alltag sind – wie HIER dokumentiert – ist nur eine schwache Ausrede.
Ein Mindestmaß an Anpassung kann man durchaus verlangen.
Warum der Bäcker eine Kulturrevolution herbeiführen will, und warum gerade mit solch barbarischen Methoden, bleibt unklar.
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Hm, ich bin verwirrt! Bei „uns“ war Burek immer mit Käse, wenn man Burek bestellte, bekam man den mit Käse, wenn man was anderes wollte, musste man das extra sagen: Burek sa mesom, burek sa višnjama, burek sa krompirom. Nur ganz selten, und zwar in Deutschland, wird man gefragt, koji, sa sirom? Und es gibt erstaunlich große Qualitätsunterschiede … Einen sehr guten bekamen wir mal in Delnice. (Dort steht immer noch ein ausdruckstarkes Partisanendenkmal.)
Ich wünsche Dir ein gesundes und glückliches 2024!
Das war dann sicher nicht in Bosnien sondern in der kulinarischen Barbarei.
Stimmt, aber nur aus bosnischer Sicht! 😂