Nicht nur in Moria auf der griechischen Insel Lesvos sind die EU und ihre Mitgliedsstaaten für Massenelend verantwortlich. Auch in Bosnien sitzen tausende Flüchtlinge fest. Die meisten leben in menschenunwürdigen Umständen. Viele überleben nur dank örtlicher und internationaler Helfer. Balkan Stories hat sie besucht.

Das Titelfoto zeigt eine der eher seltenen fröhlichen Moment von Hamid und Ahmad.

Am Telefon halten sie Verbindung zur Heimat.

Die zwei waren zwei Tage lang meine Begleiter durch das Flüchtlingselend von Bihać.

Den ernüchternden und für viele erschreckenden Alltag tausender Flüchtlinge dort könnt ihr in dieser Reportage sehen.

Erschwerend zur Gleichgültigkeit bosnischer Behörden und der Angst und manchmal dem Hass erschreckend vieler Bosnier kommt die Corona-Krise.

Sie macht es für internationale Helfer schwieriger, nach Bosnien zu reisen, um das ärgste Elend zu lindern.

Dennoch: Jeder Euro kann einem Menschen einen Tag lang Nahrung schenken.

Diese Hilfsorgansationen setzen sich in besonderem Maß für Flüchtlinge in Nordbosnien ein.

Grenzenlose Hilfe Kremsmünster.

SOS Balkanroute.

We Help.

Aachener Netzwerk.

Auch freiwillige Helferinnen und Helfer werden dort gebraucht.

Das soll nicht heißen, dass sich nicht auch andere Organisationen für Flüchtlinge in Bosnien engagieren.

Das sind etwa die Volkshilfe, das Rote Kreuz, der Samariterbund.

Auch diese Organisationen verdienen immer Unterstützung und ich schätze ihre Arbeit aus allen Erfahrungen, die ich bisher mit ihnen gemacht habe.

Aber es sind die oben genannten, die eben einen besonders großen Teil ihrer Arbeit für Hilfe für geflüchtete Menschen aufwenden und an dieser Stelle hervorgehoben werden sollten.

So oder so – jede Hilfe ist willkommen und leider auch notwendig.

Einen Beitrag mit einigen Fotos über die Flüchtlinge von Bihać werde ich in den nächsten Tagen nachreichen.